Wie wird man eigentlich … Taxifahrer?

Enya Steinbrecher

Wer kein eigenes Auto besitzt, ist in seinem Alltag auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Wenn es einmal schnell gehen muss, ist oft ein Taxi das Mittel zur Wahl. Doch wie wird man eigentlich Taxifahrer?

Taxis eignen sich besonders, wenn es mal schnell gehen soll und sind daher ein unverzichtbarer Teil des Personennahverkehrs. Ebenso wichtig sind daher Taxifahrer. Doch welche Wege führen in diesen Beruf – der nicht immer den besten Ruf hat?


Michael Oberst begann das Taxifahren während dem Studium. Er suchte einen Nebenjob und kam über einen Freund zum Taxifahren. Dort lernte er schnell die Vorteile des Taxifahrens schätzen – "man kommt in Kontakt mit Leuten und ist in der Arbeitszeit flexibel", so Michael Oberst. So könne man beispielsweise die Arbeitszeiten selbst wählen.

Der Stundenlohn liebt bei 10 bis 12 Euro

Um als Taxifahrer zu arbeiten, benötigt man den Personenbeförderungsschein, welcher beim zuständigen Amt beantragt werden kann. Voraussetzung für diesen ist ein Mindestalter von 21 Jahren und zwei Jahre Fahrerfahrung. Ein Taxifahrer hat einen Stundenlohn von 10 bis 12 Euro – die Löhne werden umsatzabhängig bezahlt. Hinzu kommen Schichtzulagen und Trinkgeld.

"Das Taxifahren ist sehr abwechslungsreich", so Oberst. Den neuen Blickwinkel auf Freiburg, den er in den Spät- und Nachtschichten erworben habe, schätze er besonders. Die besten Schichten wären, jene, in denen es wenig Leerlauf gebe und die Wege kreuz und quer durch die Stadt führten, aber keine Hektik besteht. "Das Schlimmste ist, eine Schicht lang nur wenig zu tun zu haben und sich zu langweilen", sagt Michael Oberst.

Man kommt mit vielen Menschen in Kontakt

Sein Kollege Jan studiert momentan in Freiburg und war schon früh am Taxifahren interessiert. Mit 21 Jahren machte er den Taxiführerschein und legte die benötigten Prüfungen ab: Eine Gesundheitsprüfung sowie eine Ortskundeprüfung.

"Die Hürden sind machbar und sinnvoll", sagt er dazu. Der heute 22-Jährige schätze vor allem den Kontakt zu Menschen – er fahre Taxi nicht aus Liebe zum Autofahren, sondern weil er in kurzer Zeit Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen bekäme.

Nicht nur den Kontakt zu Menschen schätzt Jan an seinem Beruf:Gerade während des Studiums wüssten viele junge Leute noch nicht, wohin sie letzten Endes in ihrem Leben wollten. "Beim Taxifahren kann man den Leuten helfen, ihren Weg zu finden, während man den eigenen findet."
Taxizentrale sucht Taxifahrer

Die Taxizentrale 555555 sucht momentan Taxifahrer und Taxifahrerinnen. Bewerben kann man sich nach bestandener Gesundheitsprüfung und mit dem Taxiführerschein direkt bei der Zentrale. Für die Ortskundeprüfung bietet die Taxizentrale einen Vorbereitungskurs für 150 Euro inklusive Lehrmaterial an. Außerdem muss man für den Taxischein mindestens 21 Jahre alt sein und bereits 2 Jahre Fahrpraxis haben.

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