Wie starb Stefan Heim?

David Weigend

Am Sonntagmorgen fand ein Jogger an der Fehrenbachallee die Leiche des 52-jährigen Stefan Heim aus Holzhausen. Er wurde durch Gewalteinwirkung am Kopf getötet. Zuvor hatte Heim die Beat Bar Butzemann besucht - zum Kickern und Fußballschauen. Er ist dort Stammgast gewesen.



Der Jogger fand die Leiche von Stefan Heim am gestrigen Sonntag um 6 Uhr morgens. Der Tote lag auf dem Gelände zwischen der Fehrenbachallee 6 und 8. Hier befinden sich ein Basketballplatz mit einem Korb, eine Tischtennisplatte sowie ein kleiner Spielplatz. Eine Obduktion bestätigte die anfängliche Vermutung, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Ermittler der Kripo und Kriminaltechniker hatten sich des Falles angenommen und auch gleich einen Mediziner des Institutes für Rechtsmedizin hinzugezogen.


Karl-Heinz Schmid, Pressesprecher der Freiburger Polizei sagt: "Wir sprechen bewusst nicht von Mord, sondern von einem Tötungsdelikt. Auch eine Körperverletzung mit Todesfolge ist möglich."



Stefan Heim hatte als Chefgärtner in Freiburg gearbeitet und mit seinen beiden Söhnen, 18 und 22, in March-Holzhausen gewohnt. Bevor er ums Leben kam, hatte er die Beat Bar Butzemann in der Eschholzstraße 38 besucht.

Barbetreiber Christian Rotzler (30) sagt: "Ich kenne Stefan seit zwei Jahren. Er war ein netter Mensch und nie in einen Konflikt verstrickt gewesen. Kickern war seine Leidenschaft. Er kam immer alleine, hat aber immer jemanden gefunden, der mit ihm kickert."



Heim war einer der letzten Gäste, die Sonntagfrüh um 3 Uhr das Lokal verließen. Er war gegen 20.45 Uhr gekommen, um die Übertragung des Länderspiels Portugal gegen Türkei anzusehen. Nebenher spielte er auch Tischfußball. Übermäßig viel trank er nicht. "Es war ein Familienvater", so Rotzler. "Er hat mir noch erzählt, dass er morgen mit seinen Söhnen Fußball kucken gehen wolle. Das hat er ihnen versprochen."

Die Beat Bar Butzemann hat den Kicker heute Abend gesperrt. Dort stehen jetzt ein Bild des Toten und Blumen. "Wir sammeln für einen Kranz."



Nach bisherigem Stand besteht kein ersichtlicher Zusammenhang zwischen Heims Besuch in der Beat Bar Butzemann und seinem Tod. Rotzler: "Wir haben ihn gestern noch gefragt, wie er denn heimkomme. Er meinte: Mit dem Nachtbus, wie immer."

Normalerweise fuhr Heim von der Innenstadt aus nach Holzhausen zurück. Gestern sagte eine Bedienung noch zu ihm: "Man kann aber auch am Friedrich-Ebert-Platz einsteigen."

Es ist denkbar, dass Heim nicht an seinem Fundort attackiert wurde, sondern in der unmittelbaren Umgebung. Er könnte überfallen worden sein und sich dann mit letzter Kraft in Richtung Uniklinik geschleppt haben.

Die Kriminalpolizei ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0761/882 4884 zu erreichen. Das so genannte anonyme Telefon 0761/41262 ist ebenfalls geschaltet. Hinweise von Zeugen werden dringend erbeten und auch von allen anderen Polizeidienststellen entgegengenommen. 

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