Pferdeäpfel

Wer räumt eigentlich hinter Freiburgs Reiterstaffel auf?

Paul Nachtwey

Sie sollen in Freiburg für Sicherheit sorgen: Die Pferde und Reiter der Reiterstaffel der Polizei. Doch wer putzt eigentlich die Pferdeäpfel weg? Polizeioberkommissar Ralf Münzer hat Antworten.

BZ: Herr Münzer, wenn Sie zu Pferd in der Innenstadt auf Streife gehen, hinterlassen Sie Spuren. Müssen Sie die Pferdeäpfel persönlich wegräumen?
Münzer: Nein, das passiert in Absprache mit der Stadtreinigung. Sie wird von uns über unseren Einsatz in Kenntnis gesetzt und ist dann dafür verantwortlich, dass die Pferdeäpfel weggeräumt werden. Immer wieder müssen wir bei unserem Einsatz jedoch auf den Gehweg oder Privatgrundstücke ausweichen. Kommt es dort zum Malheur, sind unsere Kollegen angehalten, die Pferdeäpfel zu beseitigen. Manchmal freuen sich allerdings auch die Anwohner über guten Dünger für ihre Rosen.




BZ: Es gibt bestimmt auch Beschwerden.
Münzer: Das kommt vor. Manche Hundebesitzer fragen sich zum Beispiel, warum sie die Häufchen wegmachen müssen, während die Pferdeäpfel erst mal liegen bleiben. Zum einen sind wir aber im hoheitlichen Auftrag unterwegs und wir stehen ja mit der Stadtreinigung in Kontakt. Außerdem sind Hunde im Gegensatz zu unseren Pferden Fleischfresser, sodass Hundehaufen und Pferdeäpfel meiner Meinung nach nicht zu vergleichen sind.

BZ: Könnten Sie Ihren Tieren nicht eine Art Windel anziehen?
Münzer: Es gibt tatsächlich Beutel, die zum Beispiel Kutschpferden angehängt werden, um die Pferdeäpfel aufzufangen. Aber diese Lösung ist unangenehm für die Pferde. Das wollen wir den Tieren nicht antun.

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