Horben

Webcam der Schauinslandbahn zeigt, wie ein Blitz einschlägt

Sebastian Wolfrum & dpa

Spektakuläre Aufnahme der Webcam der Schauinslandbahn: Sie zeigt, wie ein Blitz bei Horben einschlug. Für die nächsten Tage sagt der Wetterdienst weitere Gewitter voraus.

Am Sonntagabend zog, mal wieder, ein Sommergewitter über die Region. Dabei wurden vielerorts sehr viele Blitze beobachtet. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald kam es bei dem Gewitter aber nicht zu größeren Schäden. Laut Auskünften des Landratsamtes wurden die Feuerwehren zumindest nicht zu größeren Einsätzen gerufen. Auch in der Gemeinde Horben kam es nach Auskünften aus dem dortigen Rathaus zu keinen Schäden. Das Gewitter zog mit Donner und Blitzen vorbei.


Sehr schön zu sehen war das über die Webcam der Schauinslandbahn. Im Fünf-Minutentakt werden automatisch Fotos im Internet veröffentlicht. Ein Bild war besonders spektakulär: Es zeigt, wie am Sonntag ein Blitz einschlug.

Sagen Blitze etwas über die Stärke eines Gewitters aus?

Laut Definition ist ein Regenschauer ein Gewitter, sobald es mindestens einmal blitzt. Wie oft Blitze zu beobachten sind, ist bei jedem Gewitter unterschiedlich. Die Anzahl der Blitze hat mit den Spannungsunterschieden zwischen den Wolken oder den Wolken und der Erde zu tun. Über die Stärke eines Gewitters sage das nichts aus, sagt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Für die Stärke von Gewittern würden andere Kriterien herangezogen, so Friedrich.

Der DWD gebe Warnungen heraus, sobald absehbar sei, dass die Niederschlagsmenge bei mehr als 25 Liter pro Stunde auf den Quadratmeter liege. Weitere Kriterien für eine Warnung seien Wind und Hagel. Gewarnt werde, wenn mindestens Windstärke elf erwartet werde. Eine Unwetterwarnung ergeht zudem, wenn Hagelkörner größer als 1,5 Zentimeter groß werden könnten, so Friedrich. Vor der Gefahr von Blitzen werde jedoch generell gewarnt. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind in den Jahren 1980 bis 2014 277 Menschen in Deutschland durch einen Blitzschlag zu Tode gekommen.

Vorhersage für die kommenden Tage

Nach heftigen Gewittern und Behinderungen im Bahnverkehr zum Wochenstart geht es im Südwesten erstmal ungemütlich weiter: "Mit Blick auf das Wetter wird der Dienstag wohl der extremste Tag der Woche", sagte der Experte des Deutschen Wetterdiensts (DWD), Thomas Schuster, am Montag in Stuttgart. Demnach steigen die Temperaturen in Hohenlohe auf 35 Grad und am Rhein auf 33 Grad. Schon am Dienstagmittag drohen demnach im Bergland heftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen, später im ganzen Land. Zum Abend hin sollen dann schwere Gewitter über Baden-Württemberg folgen: "Gerade Hagelschauer sind dann durchaus wahrscheinlich."

Der DWD warnte zudem vor sehr hohen UV-Strahlungswerten und einer starken Wärmebelastung. Ab der zweiten Wochenhälfte sollte sich das Wetter langsam wieder beruhigen.

Am Mittwoch und Donnerstag kann es Unwetter geben

Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale des Landes in Karlsruhe besteht keine Hochwassergefahr. Fast alle Flüsse im Südwesten zeigten einen Normalwasserstand an, nur bei wenigen gebe es leicht erhöhte Pegel.

Für Mittwoch und Donnerstag werden Höchsttemperaturen von 28 bis 31 Grad vorhergesagt. An beiden Tagen können sich laut dem DWD im Schwarzwald und in der Alb neue Schauer bilden, die dann weiter Richtung Nordosten und Osten ins Flachland ziehen: "Tendenziell gibt es an beiden Tagen Unwetterpotenzial", sagte Schuster. Dieses werde aber schwächer als am Wochenstart. Erst zum Wochenende wird es im Südwesten wieder trocken. Dem DWD-Experten zufolge sollen Freitag und Samstag von Unwettern verschont bleiben.

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