Was passiert mit einem, wenn man unter Depressionen leidet? Der Kurzfilm zum Wochenende

Simon Voss

Der Kurzfilm "Adam" versucht, die psychische Krankheit der Depression bildlich darzustellen – auf nicht nur künstlerisch, sondern auch wissenschaftlich anspruchsvolle Weise.

Depressionen zu haben ist nicht das Gleiche wie traurig zu sein. Es handelt sich um eine komplexe psychische Krankheit, deren Symptome mit Worten schwer zu beschreiben sind. Der Kurzfilm Adam versucht daher gar nicht erst, sich intellektuell an Ursachen und Folgen von Depressionserkrankungen abzuarbeiten.


Stattdessen sollen nur durch visuelle Eindrücke die Emotionen sowie die neurologischen Prozesse beschrieben werden, die mit Depressionen verbunden sind. Ungewöhnlich ist die Technik, mit der die Künstlerin das umsetzt: Zu sehen ist lediglich ein menschlicher Kopf, der mit Licht, Schatten, Leuchtfarben und Stop-Motion-Technik in Szene gesetzt wird. Der Darsteller, beziehungsweise sein Gesicht, ist somit Protagonist und Leinwand in Einem.