Was ist dein Stil, Sören?

Alisa Kronberger & Julia Nikschick

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Leuten in Freiburg die Frage: Was ist dein Stil? Diesmal: Sören, 21.

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Sören, du kommst aus Bremen. Was verschlägt dich nach Freiburg?

Ich bin mit meinen beiden Kumpels gerade auf der Rückfahrt von unserem Urlaub in der Schweiz und in Italien. Wir sind mit unserem VW-Bus rumgefahren und lagen viel am Strand. Im Moment habe ich noch genug Zeit dafür, da ich noch auf die Zusage für einen Studienplatz für Architektur, Freiraumplanung oder Umwelttechnik warte. Auf jeden Fall will ich im Norden bleiben.

Das Auffälligste zuerst: dein Tattoo. Was stellt es dar, einen Scots Guard?

Nein, es ist ein Zinnsoldat aus dem Märchen 'Der standhafte Zinnsoldat' von Hans Christian Andersen. Meine Mutter hat mir dieses Märchen früher immer vorgelesen. Als ich das Buch wiederfand und die Zeichnung entdeckte, wusste ich, dass ich das richtige Motiv für ein Tattoo gefunden hatte. Es ist aber noch nicht ganz fertig, an seinem rechten Bein müssen noch einige Linien gezogen werden. Auf jeden Fall ist es noch nicht das letzte! Eigentlich wollte ich mir eines in Frankreich stechen lassen, aber leider fanden wir keinen passenden Tattooladen.

Wenn du deinen Stil mit Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Genau zwei: Keine Ahnung.

Was ist dir denn bei deinem Stil besonders wichtig?

Ich will natürlich nicht aussehen, wie alle anderen, aber das will ja eigentlich keiner. Natürlich kommt es darauf an in welchem Umfeld man sich bewegt, aber ich glaube Skater sind einfach nicht mehr die große Masse. Bei manchen Leuten können die Kleider ausgetauscht werden, ohne das ein Unterschied zu merken ist. Das will ich nicht. Lieber merke ich, dass mich die Leute anschauen, aufgrund meines Styles - auch wenn das nicht mein Ziel ist. Hauptsache man fühlt sich wohl und zeigt das auch!

Und wie suchst du die Sachen aus, die du kaufst?

Ich kaufe einfach was mir gefällt, ganz schlicht und ohne Aufdruck. Das einzig Farbenfrohe an mir, sind meine Mützen und Basecaps. Früher trug ich meine Haare lang und darüber häufig ein Beanie. Seit ich kurze Haare hab, trage ich weniger Mützen und öfters Basecaps. Das Cap von heute hab ich für fünf Euro gekauft. Gerne trage ich auch mal was Selbstgemachtes, zum Beispiel Ketten oder eine Tasche.

Du machst Taschen selbst? Wer hat dir das beigebracht?

Ja, ich mal eine Tasche aus einem Hippie-Schal meiner Mutter gemacht. Einfach gefaltet und zusammengenäht, Löcher rein und Schnürsenkel als Henkel umfunktioniert. Beigebracht hat mir das auch meine Mutter. Ich wollte die Tasche nähen und hab sie gefragt, ob sie es mir zeigen kann. Sowas ist auch immer gut als Geschenk. Eine Freundin ist jetzt nach England gereist und als Abschiedsgeschenk bekam sie von mir bekam sie natürlich eine Tasche. Diese Tasche ist aber aus Freiburg, von einem Stand hier am Schwarzen Kloster. Mein Urlaubsmitbringsel.

Foto-Galerie: Alisa Kronberger

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