Was ist dein Stil, Sixten?

Laura Wolfert

Sixten ist ein schwedischer Vorname und das Pseudonym eines 25-jährigen Freiburger, der gerne schwedischen Punk-Rock hört. Sixten ist Künstler, macht Musik und trägt im Winter Sonnenbrillen. Warum er das macht, erzählt er in der fudder-Stilfrage.

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Sixten: Avantgardistischer Post-Punk mit einer Prise Rock ’n’ Roll. Ich mache selber Musik, meine Band heißt "The Digital Strip".

Dein Leoparden-Mantel fällt auf! Woher hast Du den?

Sixten: Den habe ich tatsächlich aus den Ebay-Kleinanzeigen. Für 15 Euro.

Wo kaufst Du sonst Deine Klamotten?

Sixten: Meistens im Internet – außer T-Shirts. Die kaufe ich mir dann doch im Laden. Grundsätzlich besitze ich nicht so viele Klamotten, weil ich nichts von unserer Konsumgesellschaft halte und bei mir alles getragen wird, bis es auseinanderfällt.

Wie länge hält der Leoparden-Mantel schon?

Sixten: Schon länger – aber im Sommer kann man den auch nicht anziehen.

Wie viele Klamotten besitzt du?

Sixten: Ich habe ziemlich viele T-Shirts, weil ich selber welche bedrucke oder bemale. Pullover ebenfalls wenige und nur zwei Hosen. Die meisten meiner Anziehsachen sind Schwarz – das passt zu jeder Gelegenheit. Die Haare sind ein schöner Kontrast. Es wäre schwierig, bunte Klamotten zu bunten Haaren zu tragen.

Was ist würdest du niemals tragen wollen?

Sixten: Ich finde Anzüge ganz schlimm. Das ist so gestriegelt und nobel – das gefällt mir gar nicht.

Wie viel Geld gibst Du für Klamotten aus?

Sixten: Das ist schwer, da ich sie trage, bis sie auseinanderfallen. Im Jahr gebe ich etwa 70 Euro aus.

Sind Dir Marken wichtig?

Sixten: Nein, denn ist mir egal, ob ein indisches Kind noch das Logo rein webt – oder nicht.

Es ist Winter und Du trägst trotzdem eine Sonnenbrille…

Sixten: Ich mag Sonnenbrillen. Ich habe die in verschiedenen Farben, aber zu meiner aktuellen Haarfarbe passt nur diese gelbe.

Wie häufig änderst Du Deine Haarfarbe?

Sixten: Nach Lust und Laune. Ich schneide und färbe meine Haare selber.

Was sind das für Bändchen an Deinem Arm?

Sixten: Freundschaftsbändchen. Die sind etwa ein Jahr alt. Ich bin wieder in Kindheitstagen gelandet, mir war langweilig, also habe ich Wolle gekauft und sie geknüpft.

Wie reagieren die Leute auf deinen Stil?

Sixten: Doof angemacht werde ich eigentlich nie. Ich ernte seltsame Blicke – aber das ist mir wumpe, also völlig egal. Es ist klar, dass man auffällt, wenn man die Haare bunt färbt. Komplimente kommen aber auch: Meistens von den Leuten, von denen man es nicht erwartet.