Was ging bei... Mystic Braves im Räng Teng Teng?

Leonie Sayer

Zurückversetzt in die 60er-Jahre: Die Kalifornische Band Mystic Braves war am Donnerstag in Freiburg zu Gast und brachte echte Hippie Vibes ins Räng Teng Teng.

Die zu Beginn noch etwas zurückhaltende Band heizte aber im späteren Verlauf des Abends richtig ein. Selbst den allerletzten Steher brachte das Hippie-Quintett zum Tanzen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Denn an diesem Abend blieb garantiert kein T- Shirt schweißfrei.


Die Show

Nach jedem gespielten Song wurde erst mal ein Schnaps hinterhergekippt. Das lockerte nicht nur die Stimmung der Band, sondern schwappte ins Publikum über. Leute, die anfangs noch schüchtern hin – und herschaukelten, fingen nach spätestens den ersten beiden Songs an, ausgelassen zu tanzen.

Gegen Ende kam die Show von Mystic Braves zu ihrem Höhepunkt: Der vorerst letzte Song wurde gespielt und die Band verabschiedete sich von ihrem – wie sie sagten – "großartigen" Publikum. Doch die Stimmung war ausgelassen und alle riefen nach einer Zugabe: "One more song". Da die Jungs ihr Freiburger Publikum nicht enttäuschen wollten, wurde dieser Wunsch erfüllt. Und aus "one more song" wurden "three more songs". Diese Zugabe rundete die ohnehin schon an Ausgelassenheit kaum zu übertreffende Show perfekt ab.

Die Atmosphäre

Stilsicher wird das Tempo mal erhöht und wieder verlangsamt. Gekonnte Gitarrengriffs erschaffen eine ausgelassene und hemmungslose Stimmung. Die Atmosphäre gleicht der einer originalen Hippie-Party aus den 60ern. Auch das Publikum war entsprechend gekleidet und ließ sich demzufolge treiben vom Westcoast-Vibe, dessen einhergehende lebhafte Atmosphäre man spüren konnte.

Schwitzalarm

Wer das Teng kennt, weiß, dass es dort ganz schön schwitzig werden kann. So kam es, dass so mancher sein T-Shirt in die Ecke schmiss, um die ausgelassene Stimmung zu zelebrieren. Das lag nicht nur an der rauchig, verbrauchten Luft, sondern daran, dass beinahe jeder expressiv in seiner eigenen kleinen Welt tanzte.

Fazit

Am Ende ist mehr ein Gesamteindruck als ein einzelner Song hängen geblieben. Die okkulten Töne gingen ins Ohr und fanden für jeden Hörer eine eigene Bedeutung und Wirkung. Auch, wenn es unglaublich heiß in diesem kleinen Raum war, hat sich der Besuch allemal gelohnt. Die Jungs von Mystic Braves verstehen es, Musik zu machen und heben dabei den psychedelischen Charakter der Songs hervor.