Was ging bei ... der Star Wars-Premiere in Freiburg?

Merlin Gröber

Die Macht ist erwacht. Auch in Freiburg, gestern Nacht um Null Uhr eins. Unser Autor Merlin Gröber war dabei - und verrät wie's war. Natürlich ohne Spoil-Alert:



Der erste Eindruck

Darth Vader lebt. Die dunkle Maske schimmert im fahlen Licht des Smartphones. Neben ihm steht Luke Skywalker und raucht eine Zigarette. Klare Sache:  Star Wars feiert im Freiburg Premiere. Die Stadt lässt sich nicht lumpen und hat sich in Schale geworfen. Vor dem Kino treffen verkleidete Gestalten beider Seiten der Macht aufeinander –  und fiebern gemeinsam der anstehenden Vorpremiere entgegen.  

Die Location

Das Cinemaxx-Kino am Konzerthaus – nur einen  Lichtschwertwurf entfernt von der neuen Universitätsbibliothek, Spitzname: Todesstern. Dem entfliehen heute Nacht einige Studierende, tauschen Hausarbeit gegen Popcorn  und Stift gegen Bier.

Das Wetter

Dunkel und regnerisch. Ein bisschen Himmel blitzt durch. Dort oben blinkt es. Ein Raumschiff?

Das Publikum

Die drei größten Kinosäle sind für die Vorpremiere reserviert, die Massen schieben sich durch den Eingang. Das Publikum ist bunt gemischt, es sind viele ältere Semester unterwegs und sogar Familien. Enzo ist 14 Jahre alt und  mit seinem Vater da, „weil ich alleine noch nicht darf“. Die Karten gab’s als Geburtstagsgeschenk, die Schule startet  morgen etwas später. „Zum Glück gibt es Freistunden“, schmunzelt Enzos Papa, Star Wars Fan der ersten Generation. Heute reicht er das Erbe weiter: „Damit kann man nie früh genug anfangen“.  

Nerd-Faktor

Hoch. Immer wieder schiebt sich ein Stormtrooper-Helm durch die Menge, ein grünes oder rotes Lichtschwert ragt in die Höhe, ein dunkler Umhang weht vorbei. Christian Franz hat sich in einen Obi-Wan-Kenobi-Mantel gehüllt, er und sein Freund Thomas Kocanjer können sich vor Selfie-Jägern kaum retten. „Wir sind Fans der ersten Stunde“, tönt es durch Kocanjer Stormtrooper-Helm. „Wir liebten Star Wars bereits, als das Universum noch gebrauchter aussah“, erinnert er sich.

Das Popcorn

Üblicher Inhalt, andere Verpackung:  Auf der Popcorn-Packung entfaltet sich ein wahres Star-Wars-Feuerwerk. Sogar die Cola-Becher sind bedruckt und wer möchte, kann sich eine Star-Wars-3D-Brille holen. Das Gerücht, dass man dadurch bis zum Rand der Galaxie blicken kann, hält sich hartnäckig –  konnte aber nicht bestätigt werden.

Die Macht erwacht

0:01 Uhr. Es geht los, zunächst nur mit Werbung, dann aber richtig. Als der Star Wars-Schriftzug auftaucht gibt es Standing Ovations. Möge die Macht mit uns sein.

Der Film

Wie eine Achterbahnfahrt: Es startet langsam, wird schneller – und dann der Looping. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, selbst anschauen lohnt sich. Christian Franz und seine Freunde waren nicht das letzte Mal hier: „In ein, zwei Wochen schlagen wir nochmal zu“, meint sein Kumpel Frank Helmle, „unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht.“

Der Spruch des Abends

„Erst flüchten, danach rummachen“, grätscht im Film Harrison Ford in Höchstform einem Liebespärchen (keine Namen!) dazwischen. Dafür gibt es anerkennendes Gelächter. „Möge die Macht mit dir sein“, dieser Spruch fällt natürlich auch. Er dürfte dem aufmerksamen Star-Wars-Fan jedoch schon das ein oder andere Mal begegnet sein.

Was bleibt?

3 Uhr 15. Der letzte Darth Vader verlässt das Kino. Zeit dem Planeten Bett einen Besuch abzustatten. Ob eine "Star Wars"-Vorpremiere als Entschuldigung fürs Zuspätkommen bei der Arbeit zählt? Man wird sehen.

Fazit

Achterbahn total. Etwas wackelig auf den Beinen, noch nicht ganz klar im Kopf, fühlt sich aber gut an und man will auf jeden Fall mehr.

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Foto-Galerie: Merlin Gröber

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