Was ging bei... Andreas Bourani im Zirkuszelt?

David Zastrow

Ein Hoch auf Andi: Bei brütender Hitze durfte der deutsche Musiker Andreas Bourani das 33. Zelt-Musik-Festival im Zirkuszelt eröffnen. Welches Lied - natürlich - Konzerthighlight war - und welcher deutsche Superstar am ersten ZMF-Abend auch da war:



Die Crowd

Gekommen sind vorwiegend Frauen mittleren Alters, manchmal auch in Begleitung einer männlichen Person, zumeist jedoch mit der besten Freundin und hin und wieder auch mit Kindern im Schlepptau. Auch die ein oder andere junge Teenager-Gruppe war zugegen und daher zeigte sich am Eröffnungsabend ein bunt durchmischter Haufen, der vor allem leicht bekleidet war, da die Temperaturen in Freiburg Richtung 40 Grad schielten. Im Zirkuszelt selbst dürften es dann wohl gefühlte 70 Grad gewesen sein.

Kassensturz

Um die 33 Euro mussten die Konzertbesucher für die Karte hinlegen. Aufgrund des akuten Durstes der hitzegeplagten Gäste und dem ständigen Verlangen nach Wasser, pendelten sich die Kosten dann doch eher bei 40 bis 45 Euro ein.

Überraschung

Der Überraschungsgast wurde von Andreas Bourani passsenderweise zu "Auf uns" auf die Bühne geholt – und war kein geringerer als Weltmeister Sami Khedira. Vollkommen wohlzufühlen schien sich der Fußballer dort zwar nicht und verzichtete auch aufs Mitsingen – wurde vom Publikum aber dennoch heftig gefeiert.



Schwitzfaktor

Bei Konzerten kann man in der Regel immer von einem hohen Schweißverlust ausgehen, meistens ist dieser jedoch auch von einer regen körperlichen Aktivität bedingt. Diese körperliche Aktivität war am gestrigen Abend jedoch nur schwer möglich, da selbst ohne Bewegung sämtliche Körperflüssigkeit verdampfte. Nur scheinbar geholfen hat dabei die Eintrittskarte, die als Wedel und Frischluftlieferant fungierte.

Track-Check

Nach den ersten drei Songs bemerkte Bourani, dass das noch verhaltene Freiburger Publikum mit der Hitze im Zelt kämpfte und band es daher ein: „Man ist das heiß hier – aber das ist uns egal, oder?“. Und so stieg die Stimmung, die Fans wurden lauter. "Alles nur in meinem Kopf" bewegte die Fans dazu, ihre Wedel wegzustecken und die Hände zum Klatschen zu benutzen.

Textsicher wurde mitgesungen, sodass auch die auf der Wiese neben dem Zelt sitzenden Besucher dem Eröffnungskonzert lauschen konnten. Andere Lieder wie "Hey", "Auf anderen Wegen" und "Was tut dir gut" folgten, bis Bourani endlich die WM-Hymne „Auf uns“ anstimmte und sich aufmachte mitten durch die Zuschauer zu laufen und die Emotionen des letzten Sommers wieder zu erwecken.

Mit Sicherheit der Höhepunkt des Konzerts. Nach 14 Songs war dann aber Schluss, doch Freiburg wollte mehr und bekam dies auch. Unter lautstarkem Trampeln und Klatschen forderten sie eine Zugabe vom Sänger und Bourani betrat erneut die Bühne. Ganz nach dem Motto der TV-Show „Sing mein Song“ coverte Bourani zunächst "Welt der Wunder" von Marteria, bevor er dann  mit seinem eigenen Hit „Wunder“ und den Zeilen „du bist ein Wunder“ seine Fans schließlich in die laue Freiburger ZMF-Nacht entließ.



Sekundenschlaf

Leider war aufgrund der Hitze und der eher ruhigeren Songs, welche Bourani zur Mitte des Konzertes wählte, die Gefahr groß sich dem Schlaf zu ergeben. Doch die meisten Freiburger hatten große Lust zu feiern und somit blieben alle wach.

Fail

Der Fail des Abends war sicherlich die unerträglich heiße und stickige Luft im Zirkuszelt, was dazu führte, dass einige draußen am Getränkestand verweilten und somit einige Plätze frei blieben.

Geiles

Es gab an diesem Abend einiges, was zu gefallen wusste. Erstens hat der Song „Auf uns“ die Freiburger nochmals die Glücksgefühle der WM 2014 nachempfinden lassen, zweitens hatten trotz  der Hitze alle gute Laune und drittens hat endlich das 33. ZMF begonnen und die Freiburger können nun in warmen Sommernächten kühles Bier und begeisternde Musik genießen.

Pauschalurteil

Der erste Tag des 33. Zelt-Musik-Festivals war ein gelungener, wenngleich zu heißer Start in Wochen voller musikalischer Unterhaltung. Voll zufrieden dürften auch die Besucher des Eröffnungskonzertes von Andreas Bourani gewesen sein, denn er wusste mit seiner besonders klaren Stimme und seiner gutgelaunten Art zu begeistern. Und auch Bourani scheint es im Breisgau gefallen zu haben, denn er sang gegen Ende des Konzerts: „...würde dir gerne alles zeigen, Freiburg ist so wunderschön“. Daraufhin erntete er Beifall. Den hat er auch verdient.

Mehr dazu:


Foto-Galerie: Miroslav Dakov

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.