Was gayt? Neue Partyreihe für sexuelle Menschen

Manuel Lorenz

Der Höhepunkt einer schwulesbischen Party ist Lady Gaga. Jedenfalls dem Klischee entsprechend. Und jedenfalls in Freiburg. Die neue Partyreihe "Was gayt?" im Ruefetto will das ändern. Das Ziel laut der Website: "Endlich eine Homo-Party mit guter Musik."


So genannte SchwuLesBische Partys gibt es in Freiburg einige: etwa die SchwuLesDance, die Queer Beatz und die Pink Party. Am Samstag, 4. Juni 2011, wird das Angebot um eine Veranstaltung erweitert: die "Was gayt?" im Ruefetto.


"Die Freiburger Homo-Partys sind immer gleich", sagt Maggie Jaglo, eine der beiden Organisatorinnen von "Was gayt?": "Immer die gleichen Leute, immer die gleiche Musik." Nach einer dieser Partys hätte Maggie mit ihrer Freundin Milou genervt und frustriert in der Küche abgehangen und beschlossen, selbst eine Partyreihe ins Leben zu rufen.

Mit "Was gayt?" wollen Maggie und Milou ein jüngeres, studentisches Publikum ansprechen: "Leute, die nicht auf Szenepartys gehen, sondern primär Lust auf gute Musik haben," sagt Maggie. Ihre Definition von guter Musik ist dabei recht offen: Zur Erstausgabe legen Meph, Mr. Ray, Kollektiv B und The Garderobenjunge elektronische Clubmusik zwischen Techno, Drum'n'Bass und Dubstep auf. "Wir sind musikalisch aber nicht festgelegt", sagt Maggie. Vielleicht würde auf der nächsten "Was gayt?" auch Rock oder Punk gespielt: "Hauptsache, es kickt!"

Und wer genau sind jetzt jene "sexuellen Menschen", die im Untertitel der Party als Publikum vorgestellt werden? "Das sind Leute, die sich nicht so sehr an irgendwelche sexuellen Kategorien binden", erklärt Maggie. Schwul, lesbisch, bi, hetero: "Wir sind die erste nichtschwule Schwulenparty Freiburgs."

WAS GAYT 4. Juni Ruefetto

Quelle: YouTube
[youtube 6GUdU0aNpJ4 nolink]

Mehr dazu:

Was: Was gayt? Gute Musik für sexuelle Menschen
Wann: Samstag, 4. Juni 2011, 23 Uhr
Wo: Ruefetto
[Bild: Promo]