Warum stehen um die UB herum hunderte Fahrräder - wo in der Tiefgarage doch noch viel Platz ist?

Gabriel Ohanowitsch

Heiliges Rad, was ist denn da passiert? Heerscharen von Fahrrädern umzingeln die neue UB - dabei gibt es doch eine Fahrrad-Tiefgarage! Und in der ist noch erstaunlich viel Platz:



Freiburg ist ja eine Studentenstadt - und eine Fahrradstadt. Weiß ja jeder. Also hat die Unibibliothek eine Fahrradtiefgarage errichten lassen. Doch ein Blick zeigt: Im Keller stehen derzeit kaum Fahrräder - im Gegensatz zum Außenbereich. Vielleicht, weil es auf Nachfrage an der UB-Information heißt:

"Der Fahrradkeller ist noch gar nicht offiziell eröffnet."

Das Universitätsbauamt sieht das etwas anders: Ja, der Fahrradkeller sei längst eröffnet, ja, wer eine gültige Unicard hat, kommt bereits durch die Glastür nach unten. Und das stimmt: Zwar sind Einfahrt und Keller womöglich etwas eng, um den Anforderungen der Unibibliothek zu genügen - aber man kommt schon rein.

Felgenkiller oder Platzsparer?

Einige Studierende haben die Einfahrt mittlerweile entdeckt, auch der Freiburger Fahrradaktivist und Veranstalter von Demos für die Stärkung der Radfahrer-Rechte Christoph Pfisterer hat sich jetzt zum neuen Fahrradkeller geäußert. Genauer gesagt: zu den Fahrradständern im Keller der UB. Auf Twitter schreibt er:

„The new Freiburg underground bicycle garage is a trap! Front wheel killers everywhere:/“

Die Radständer seien sogenannte „Felgenknicker“, die durch die Querkräfte auf die Vorderfelge in absehbarer Zeit Schaden verursachen können, erklärt er auf Nachfrage. Zudem locke die Bauart Fahrraddiebe an, die so unbeschwert das Vorderrad abschrauben könnten.

Die Entscheidung für diese Art Fahrradständer sei Abwägungssache, sagt Andreas Haitz-Fliehmann vom Universitätsbauamt. Um mehr Platz in den Kellerräumlichkeiten zu schaffen, sei diese platzsparende Variante gewählt worden. Masse vor Komfort also.

Für dazwischen gestellten, ständerlosen Räder um die UB herum sind aber andere Fahrradständer geplant. Die schiere Masse der Räder sei zwar bisher noch brav aneinandergereiht, doch werde das Bauamt für neue Plätze sorgen.

Auch den städtischen Baumaßnahmen am Rotteckring und dem Platz der Alten Synagoge gibt Haitz-Fliehmann eine Teilschuld daran, dass im Moment derart viele Räder am selben Ort stehen.

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Fotos: Gabriel Ohanowitsch

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