Warum in dieser Woche manche Bächle weiß waren

fudder-Redaktion

Ganz weiß waren manche Bächle in dieser Woche. Hatte jemand Farbe reingekippt? War das Löschwasser vom Mini-Karstadt Brand? Nein – eine ganz normale Sache, beruhigte die Stadt.

Zu sehen war das Phänomen am Mittwoch in der Schiffstraße – ganz weiß schien das Wasser im Bächle, während wenige Meter weiter in der KaJo das Wasser klar floss.

"Diese weiße Verfärbung taucht immer wieder auf und ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass irgend jemand seinen weißen Farbeimer entsorgt hat", informierte Martina Schickle vom Presse- und Öffentlichkeitsreferat der Stadt Freiburg.


Das Phänomen "weißes Bächle" hänge mit dem Niedrigwasserpegel der Dreisam zusammen. "So kommt auch wenig Wasser in die Bächle. Das wenige Wasser beinhaltet einen feinen Sand aus der Dreisam, der bei normalen Wasserstand einfach weggeschwemmt wird", erlärt Schickle. " Bei Niedrigwasser in den Bächle bildet sich dann eine weiße Sandschicht auf dem dunklen Pflaster, die durch Bächle mit niedrigem Gefälle noch stärker weiß aussehen lässt."

Das Wasser in den Bächle wird übrigens zum Wochenende abgestellt – und zwar bis Mitte November. Das wird im Herbst immer gemacht, um zu verhindern, dass fallendes Laub die Bächle verstopft und zu Überschwemmungen führt. Diesmal wird der Zeitraum aber verlängert, denn das Garten- und Tiefbauamt muss im Bereich von Rempart- und Rosastraße insgesamt 600 Meter Natursteingewölbe sanieren.