Warum es im KG IV stinkt wie nach einem Buttersäure-Anschlag

Daniel Laufer

Im KG IV stinkt es dieser Tage nach Buttersäure. Studierende munkeln, es habe einen Anschlag gegeben - wie schon vor drei Jahren in der Werthmannstraße 8. Doch die Wahrheit ist kurioser:



Es stinkt dieser Tage im KG IV. "Buttersäure", erzählen sich Studierende - was man da so hört, klingt verschwörerisch, immerhin soll es einen Anschlag gegeben haben. Das wäre nichts Neues: Schon vor drei Jahren fielen Unbekannte über ein Uni-Gebäude in der Werthmannstraße 8 her. "Bürokratie stinkt", schmierten sie damals quer über die Stufen und hinterließen eine Lache mit Säure vor dem Eingang.


Und nun? Hat es wirklich einen weiteren Anschlag gegeben? Vielleicht von einem verzweifelten Heidegger-Fan?

Natürlich nicht. Uni-Sprecher Nicolas Scherger liefert die Erklärung für den strengen Geruch: "In einem Schließfach, das sehr lange nicht mehr benutzt worden war, war ein Milchprodukt." Jemand habe es dort vergessen, so etwas passiere immer wieder mal. Üblicherweise würden die Fächer zum Ende des Wintersemesters geleert.

Die Milch habe in diesem Fall also höchstens ein Jahr dort gestanden. "Aus der Tüte ist etwas Milch herausgetropft, deshalb gibt es jetzt diesen Gestank", so Scherger. "Das hat dann schön vor sich hin gegammelt - wie damals bei dem tatsächlichen Buttersäureanschlag vor ein paar Jahren."

Bei dem echten Anschlag ließ die Arbeitssicherheit das Gebäude im Anschluss evakuieren, davon sieht man diesmal ab. "Da geht eine Putzaktion durch und dann hoffen wir, dass sich das über das Wochenende erledigt hat."