Warum diese Gruppe in der Unwetternacht Nummernschilder sammelte

Euch

Es war eine irre Nacht. Straßen verwandelten sich in Bäche, aus Mammatus-Wolken fielen Golfbälle und Freiburger Autofahrern stand das Wasser bis zum Türgriff. In einer Unterführung passierte zusätzlich etwas Sonderbares. Ein Beobachter erzählt:



Als der Hagel am Mittwochabend endlich nachließ, bin ich raus auf die Straße. Ich wollte mir das Chaos anschauen, dass das Unwetter hinterlassen hat. Ich bin dann zur Bahnunterführung an der Breisacherstraße gegangen; dort habe ich die Autos gefilmt, die durch die riesigen Pfützen gefahren sind. Auf einmal ist ein Auto stehen geblieben: Es war einfach zu viel Wasser drum herum. Ich habe dann meine Schuhe ausgezogen und bin durchs knietiefe Wasser gewatet - zwei andere Jungs folgten meinem Beispiel. Es war verdammt kalt, fast wie im Winter. Zusammen haben wir den Wagen dann rausgeschoben.


Wir beobachteten weiterhin das Geschehen. Das Wasser war inzwischen richtig tief, die Autofahrer gingen damit unterschiedlich um. Manche drehten um, manche versuchten es ganz vorsichtig, manche gaben Vollgas.

Durch den Wasserdruck, der beim schnellen Durchfahren der Pfütze entstand, schlug es einem Auto das Nummernschild ab. Das passierte noch öfter - und als wir wieder mit hochgezogenen Hosen ins Wasser sind, haben wir noch einige weitere gefunden.

Wir riefen dann irgendwann die Feuerwehr, die uns anwies, den Gullideckel zu öffnen. So konnte das Wasser schneller abfließen. Wir waren froh, die Feuerwehr und das THW durch unseren Einsatz entlasten zu können - und hatten dabei noch jede Menge Spaß.

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[Foto: Rahsan Özbalikci ]