Warum aus dem Studentenwerk kein Studierendenwerk wird

Eva Hartmann

Während der vergangenen Wochen hielt nicht nur der Boykott der Studiengebühren den u-Asta in Atem: Auch das Anliegen der qffr-Referentin Katharina Eichler, das Freiburger Studentenwerk in "Studierendenwerk" umzubenennen, sorgte für hitzige Diskussionen und aufgebrachte Gemüter.

Katharina Eichler (24), seit 2005 Referentin des queerfeministischen Frauenreferates (qffr), hat bereits im Dezember vergangenen Jahres einen Antrag auf die Umbenennung des Studentenwerks Freiburg in „Studierendenwerk“ gestellt.


Ihre Begründung: Die Bezeichnung „Studenten“ schlösse die Studentinnen aus, was zum einen eine indirekte Diskriminierung derselben darstelle und zum anderen, davon ist Eichler überzeugt, negative Auswirkungen auf die Behandlung von Studentinnen habe.

Die Neutralisierung „Studierenden“ soll die Aufbrechung althergebrachter Denkstrukturen bewirken, was notwendig sei, um auch die weiblichen Hochschulmitglieder ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Eichler stützte sich bei der Rechtfertigung des qffr-Antrages unter anderem darauf, dass entsprechende Umbenennungen in anderen Universitätsstädten bereits erfolgt seien.

Doch auch die Mühlen der u-Asta-Bürokratie mahlen etwas langsam, weswegen es erst vor einigen Wochen zu einer endgültigen Abstimmung kam: Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt; das offizielle Hauptargument beruft sich auf die finanziellen Kosten, die einer Umbenennung folgen würden.

Im qffr-Referat zeigt man sich enttäuscht, aber noch lange nicht entmutigt. Man hat nicht vor, das Anliegen aufzugeben. Jedoch ist noch unklar, ob Katharina Eichler, die sich während der Diskussionsphase des Antrags mit verschiedenen Angriffen auf ihre Person konfrontiert sah, auch im nächsten Semester noch für das Amt der qffr-Referentin kandidieren wird.