Last-Minute-Konzerttipp

VV & The Void im Slow Club

Bernhard Amelung

Wem auch die wenigen Sommertage noch zu viel Helligkeit liefern, ist am Samstag im Slow Club gut aufgehoben. Er ist dunkle Kulisse für die düsteren Sounds von VV & The Void.

Dunkelheit ist der Zufluchtsort von Valentina Veil. Auf ihn greift die Musikerin für ihre Songs zu. So leicht ihre Stimme auch schwebt, so schwerfällig erheben sich der Bass und die Synthesizer. Wie Wolken, die regenschwanger an Berghängen festhängen.


Seit 2014 tritt Veil, die ursprünglich aus der australischen Stadt Melbourne kommt, heute aber zwischen Berlin und Los Angeles pendelt, unter dem Namen VV & The Void auf. Ein Projekt, das man in mehrere Genrekisten packen kann. Postpunk, Shoegaze, Synthpop, New Wave, zum Beispiel. Musik aus dicht gewebten Klangtexturen, die kein Sonnenlicht durch- und nur einzelne Lichtpunkte zulassen. Entsprechend zählt Veil, die auch Mitglied der Psychedelic Wave-Band House of Light ist, Bands wie Bauhaus, Joy Division und The Smiths als Vorbilder. Ihnen inhaltlich und musikalisch nacheifern möchte Veil jedoch nicht.

Noch in diesem Herbst soll ihr Debütalbum "The Upper Room" erscheinen, genauso wie auch die Post Punk-Band Night Nail noch in diesem Jahr ihr erstes, selbstbetiteltes Album veröffentlichen wird. Für diese bedient Valentina Veil am Samstag im Slow Club die Synthesizer.

Im Anschluss an die Konzerte legen MC Homunculus Prime & DJ Bleakphil auf; ein Set, das einen Bogen von verstörenden Drones und dissonanten Klangwänden zu unterkühltem New Wave und Dark Wave spannt. "Wie immer wenn die beiden auftauchen, wird dies kein Grund zur Freude sein. Außer man ist Freund der dunklen Klänge. Aber wer ist das schon?" So beschreiben es die Veranstalter auf Facebook.


Was: VV & The Void, Night Nail, danach Aftershow-Party mit MC Homunculus Prime & DJ Bleakphil
Wann: Samstag, 2. Juli 2016, 21 Uhr
Wo: Slow Club