Von Kirchbach hält Vortrag im besetzten Audimax

Minh Duc Nguyen

Ulrich von Kirchbach, SPD-Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters, ist heute Morgen um 10:30 Uhr zu einem spontanen Besuch ins Audimax gekommen. Dort hielt er vor etwa 150 Studenten einen 30-minütigen Vortrag.



Darin ging es unter anderem um die Verschulung der Universitäten, die Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit von Studenten sowie um den Bologna-Prozess, den von Kirchbach so kommentierte: „Europäischer Austausch und gegenseitige Anerkennung ja, aber nicht zu Lasten der Qualität, wie es in den letzten Jahren eingetreten ist.“ Außerdem solle der Masterabschluss der qualifizierende Abschluss für alle sein.


Der SPD-Politiker, der im April 2010 für das Amt des Freiburger Oberbürgermeisters kandidieren will, ist nach eigenen Angaben nicht als Wahlkämpfer gekommen, sondern aus inhaltlichen Gründen -  weil ihm die Forderungen der Studierenden wichtig seien. Des Weiteren appellierte er an die Studenten, ihre Forderungen nicht nur mit Demonstrationen und Besetzungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Es sei außerdem wichtig, "nach Verbündeten in Aktionsbündnissen" zu suchen und den gesellschaftlichen Dialog voranzutreiben.



Die Studenten nahmen den Vortrag meistenteils positiv auf. Bei der anschließenden Diskussion beteiligten sich mehrere von ihnen mit Fragen an von Kirchbach und ans Plenum. Zufrieden zeigt sich auchNiklas vom AKA-Orga-Team, der zusammen mit Von Kirchbach am Rednerpult steht. „Mit seiner politischen Erfahrung hat er uns einige gute Tipps geben können“, sagt er. An wen können sich die Studierenden wenden? Wer könnte sie unterstützen? In diesen Fragen hätte der Politiker weiterhelfen können.

Zwar seien einige Äußerungen von Kirchbachs als Wahlkampfrhetorik einzustufen, dennoch sei es gut gewesen, dass sich der SPD-Politiker den Studierenden gestellt habe. Die Organisatoren des Bildungsstreiks wollen nun auch andere Politiker, etwa Dieter Salamon, zu einem Vortrag einladen.

Über den weiteren Ablauf der Audimaxbesetzung, die übers Wochenende andauern soll, sagt Niklas: „Wir haben ein Kulturprogramm mit Kurzfilmen, Vorträgen und Live-Musik geplant.“ Außerdem sollen Forderungen an das Rektorat konkretisiert werden.

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