Volker Finke: "Hello Afrika!"

Christoph Ries

Volker Finke bleibt, zumindest im Badischen, der gefühlte Entdecker des afrikanischen Kontinents. Momentan weilt Finke beim Afrika Cup in Ghana. In einem ARD-Interview erklärt er, warum 2010 das Jahr der Afrikaner wird und die Bundesliga endlich aufwachen muss.



Finke hat ein Gespür für den afrikanischen Fußball. Unter ihm verpflichtete der SC 1998 den unbekannten Boubacar Diarra. Der Verteidiger aus Mali sagte einmal: "Ich bin aufgewacht, habe aus dem Fenster geguckt, den Schnee gesehen, da war für mich klar: Heute ist kein Training. Doch dann ist der Trainer gekommen und hat gesagt, dass wir rausgehen."


Finke verstand die Mentalität seiner afrikanischen Spieler und hat sie dementsprechend gefördert. Inzwischen war der ehemalige SC-Trainer bei mehreren afrikanischen Verbänden als Nationaltrainer im Gespräch. Im Interview mit der ARD bestätigt Finke diverse Angebote, wiegelt aber gleich wieder ab: "Bisher war noch nichts dabei, was meinen Vorstellungen entsprochen hätte."

Das soll sich nun ändern. Finke will in Accra Kontakte knüpfen, um sich selbst als Nationaltrainer ins Gespräch zu bringen und um afrikanische Talente an Bundesligavereine zu vermitteln. Diese hätten nämlich in Sachen afrikanische Nachwuchssichtung enormen Nachholbedarf. Während in England und Spanien afrikanische Spieler zu Weltstars würden, ignorierten die meisten deutschen Vereine den enormen taktischen Fortschritt im afrikanischen Fußball.

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