Video: Vertreter der Stadt äußern sich zur Sea of Love 2011

Marc Schätzle, Alexandra Sillgitt & Joachim Röderer

Die Freiburger Stadtverwaltung zieht Konsequenzen aus dem Chaos bei der "Sea of Love": Das Techno-Festival soll es in dieser Form nicht mehr geben. Für den Veranstalter könnte die Party teuer werden.



Mit dem Veranstalter "Mehr Seen GmbH" werde die Stadt Freiburg bei der Sea of Love nicht mehr zusammenarbeiten – diese eindeutige Aussage traf Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck am Montagmittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Polizei. Die Kritik an der Organisation fiel heftig aus. "Der Veranstalter war überfordert", gab Neideck zu Protokoll und warf den Veranstaltern "mangelnde Kooperationsbereitschaft" vor.


Diese sind seit dem Wochenende, an dem es bei dem von 25.000 Techno-Fans besuchten Festivals zu brisanten Situationen gekommen war, auf Tauchstation. Allein am Samstag war Bela Gurath, verantwortlicher Veranstalter, zu einer kurzen Stellungnahme bereit. Es ist zu hören, dass sich nach dem Marathon-Wochenende die Veranstalter erst einmal sammel und sich in ein bis zwei Tagen zu den Vorwürfen äußern wollen.

Die Stadt Freiburg wirft ihm nun vor, zahlreiche Auflagen nicht erfüllt und Absprachen nicht eingehalten zu haben – und verteidigte sich gegenüber Vorwürfen, das Festival hätte womöglich nicht genehmigt werden dürfen. Der "Mehr Seen GmbH" droht wegen Missachtung der Auflagen ein Bußgeld. Und nicht nur das: Die Stadtverwaltung prüft, dem Veranstalter die Kosten für den Einsatz der Polizei und von Mitarbeitern des Garten- und Tiefbauamtes in Rechnung zu stellen. Die Polizei kritisierte auf der Pressekonferenz in Freiburg, dass die Organisatoren zu wenige Ordner bereitgestellt hätten.

Ordnungsamt: Bußgeldverfahren wird eingeleitet



Polizei: Veranstalter wohl überfordert



Neideck: Polizei musste Sea of Love retten



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Fotos von der Sea of Love: