Video: Sprengstoff-Alarm in Freiburg

Peter Disch, Bernd Landwehr, Dominic Rock & Kalr Heidegger

Er sieht aus wie eine Stange Dynamit – und sorgt für Aufregung in Freiburg: Ein verdächtiger Gegenstand, der ein Sprengkörper sein könnte, hat die Polizei und den Kampfmittelbeseitigungsdienst auf den Plan gerufen. Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid gibt Auskunft: [Update 13:51 Uhr: Entwarnung: Verdächtiger Gegenstand kontrolliert gesprengt]





Aufatmen in Freiburg: Die Gefahr durch einen Sprengsatz in der Bernhardstraße besteht nicht mehr. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben das verdächtige Objekt kontrolliert gesprengt.

Die Sprengung erfolgte am Dienstag um 13:17 Uhr. Dabei gab es einen lauten Knall, den Ohrenzeugen mit einem großen Chinakracher verglichen.

Wie brisant der Fund wirklich war, ist noch unklar. Das Objekt ähnelte nach Auskunft des Freiburger Polizeisprechers Karl-Heinz Schmid rein äußerlich einer Rohrbombe, an der möglicherweise ein Wecker als Zünder angeschlossen sein könnte. Der Gegenstand war offenbar mit Silberpapier umwickelt. Der Betreiber eines italienischen Lebensmittelmarktes hatte das Objekt am Dienstag gegen 9 Uhr im Eingangsbereich seines Geschäftes in der Bernhardstraße gefunden und die Polizei alarmiert (Fotos).

Sprengstoffexperten sind in Freiburg eingetroffen Ob es sich tatsächlich um explosives Material handelt, mussten die Spezialisten aus Sindelfingen klären, die gegen 12.30 Uhr in Freiburg eintrafen. Wegen des schlechten Wetters konnten die Sprengstoffexperten nicht mit dem Hubschrauber nach Freiburg fliegen, sondern mussten mit dem Auto kommen.

Vor Ort wurden mehrere Dutzend Einsatzkräfte zusammengezogen: Neben etlichen Polizisten, die den Verkehr regeln und die betroffene Ladenzeile auch für Fußgänger abriegeln, sind Feuerwehr, Rettungssanitäter und ein Notarzt rund um die Bernhardstraße im Einsatz.

Die angrenzenden Wohnungen und Praxen waren nach Auskunft von Polizeisprecher Schmid nicht geräumt worden. Die Menschen, die sich darin aufhalten, hatte Polizei allerdings gebeten, sich in hintere Räumlichkeiten zurückzuziehen.

Straßensperrung besteht weiterhin Die Polizei hat einen etwa 200 Meter langen Abschnitt der Bernhardstraße komplett gesperrt. Die Sperrung wird auch nach der kontrollierten Sprengung an. Die wichtigen Durchgangsstraßen – etwa die Karlstraße, die Habsburgerstraße und der Leopoldring – sind aber nach wie vor befahrbar. Die Bernhardstraße befindet sich etwa 300 Meter nördlich der Freiburger Fußgängerzone.

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