Video: Homöopathie-Skeptiker schlucken Überdosis Globuli

Martin Herceg

Um zu beweisen, dass homöopathische Medikamente keinerlei Wirkung haben, hat die Freiburger Ortsgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften den Selbstversucht gewagt. Fünf Mitglieder schluckten eine lebensbedrohliche Überdosis Globuli. Ob sie das Experiment überlebt haben?



Wie gefährlich sind homöopathische Globuli? Diese Frage haben die Mitglieder der Freiburger Ortsgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) am Donnerstag auf dem Augustinerplatz zum Anlass genommen und ein skurriles Experiment durchgeführt: Fünf Mitglieder schluckten statt der vorgegebenen Tagesdosis von drei Globuli-Kügelchen gleich ein ganzes Fläschchen des homöopathischen Medikaments.



"Ziel des Experiments ist es zu zeigen, dass die Kügelchen, die heutzutage jeder nimmt, überhaupt nichts bringen", so Initiator Norbert Aust.  Er und die übrigen Skeptiker wollen mit der Aktion auf die Gefahren der starken Verbreitung von homöopathischen Mitteln aufmerksam machen. "Immer häufiger passiert es, dass ernsthafte Krankheiten mit diesen nichtsnutzigen Pillen behandelt werden - das ist super gefährlich", so Aust.

"Wir müssen verhindern, dass die Einnahme von Globuli als ernsthaftes Medikament verkannt wird", sagt auch GWUP-Mitglied Christian Hauck. Der Chemiker hat eine ganze Flasche weißer "Zuckerkügelchen" geschluckt: "Nach homöopathischer Lehre müssten ich jetzt eigentlich sterbenskrank, oder tot sein."



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[Fotos & Video: Martin Herceg]