ÖPNV in Freiburg

Verkehrs-AG will auf Straßenbahnen keine Werbung mehr für Airlines

Fabian Vögtle

Die Freiburger Verkehrs-AG wirbt auf ihren Trams in Zukunft nicht mehr mit Easyjet. Nach dem Auslaufen des Vertrags mit der Fluggesellschaft werde dieser nicht erneuert. Turkish Airlines ist bereits weg.

Das bestätigte VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt auf BZ-Nachfrage. Die Freiburger Gruppe von Fridays for Future hatte zuvor bekannt gegeben, dass die VAG in einem neuen Vertrag "Werbung für klimaschädliche Unternehmen" vermeiden wolle. Bei einem Gespräch mit der VAG hatten die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Easyjet-Werbung angesprochen.


Wie lange der Vertrag mit Easyjet noch läuft, weiß die VAG nicht. Für die Reklame auf Freiburger Bussen und Bahnen ist die Verkehrswerbung Lloyd Schiffmann zuständig. Beim Vermarkter wollte man am Mittwoch zunächst keine genauen Vertragslaufzeiten mit Easyjet kommentieren. Der Vertrag mit Turkish Airlines sei hingegen nach einem Jahr schon ausgelaufen; die Werbung mittlerweile nicht mehr zu sehen.

Ab 2025 keine Werbung mehr mit Fluggesellschaften

Fest steht jedoch, dass die VAG im Rahmen eines neuen Werbekonzessionsvertrag ab 2025 Werbung mit Airlines komplett ausschließt. Darüber hinaus, so Hildebrandt, werde im Einzelfall immer geprüft, dass keine weltanschaulichen oder sittenwidrigen Inhalte auf die Fahrzeuge kommen.

Fridays for Future forderte in dem Gespräch vergangene Woche zudem den Ticket-freien ÖPNV. Die VAG verwies darauf, dass für einen fahrscheinlosen ÖPNV bestimmte Voraussetzungen – etwa Finanzierung und Infrastruktur – erfüllt sein müssen. Es müsse klar sein, wer die Kosten für Fahrgeldausfall, Ausbau der Anlagen und den wegen steigender Fahrgastzahlen teureren Betrieb dann trägt, betonte Hildebrandt.

Fridays for Future fordert City-Maut

Gegenüber Baubürgermeister Martin Haag und dem Leiter des Garten- und Tiefbauamtes Frank Uekermann, erneuerte die Bewegung Fridays for Future ihre Forderungen vor allem in der Verkehrspolitik, darunter eine City-Maut. Die Stadt müsse die Klimakatastrophe endlich als eine solche sehen und genau so behandeln, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu gehöre die sofortige Erklärung des Klimanotstandes. Das lehnte das Rathaus kürzlich ab.