Verborgene Theken: Die BAR im ehemaligen Furioso

Hannah Fedricks Zelaya

Im Januar war Eröffnung, höchste Zeit die BAR vorzustellen: Wo es früher im Furioso Schnitzel und Fußball gab, kann man jetzt in stilvollem Ambiente regionale und internationale Biere trinken.

Das Ambiente

Das Herzstück der BAR ist - Überraschung! - ein sehr langer Tresen. Er zieht den Besucher gleich beim Eintreten hinein in die neue Location im Stühlinger. An der Bar haben die beiden Betreiber Matthias Rotzler und Thomas de Ridder selbst Hand angelegt: "Im Keller haben wir die Stahlplatten mit Salzwasser gerostet." Auch an anderen Stellen steckt Handarbeit. An einer Wand haben die beiden den gesamten Putz weggeschlagen bis die blanken Backsteine darunter zum Vorschein kamen und einige der Lampen sind aus speziellen Bierflaschen gemacht.

In einer Ecke steht eine alte Jukebox, daneben ein Klavier. Die Tische sind aus Holz in den unterschiedlichsten Stilrichtungen, zusammengesammelt aus Kleinanzeigen und alten Beständen. Sofas gibt es keine. "Da versinkt man nur darin und stiert nach dem zweiten Bier nur vor sich hin. An Tischen sitzt man sich gegenüber, das ist kommunikativer", erklärt Thomas die Philosophie. Die funktioniert: Die Bar wirkt einladend und ehrlich, stilvoll ohne Schnickschnack.

Im hinteren Teil der Bar gibt es eine kleine Bühne. Hier möchten Matthias und Thomas in Zukunft ein ausgesuchtes Programm bieten. "Wir wollen eine gute Mischung. Ein bisschen Remmidemmi muss schon sein, Langeweile wollen wir nicht, aber man sollte sich auch unterhalten können", beschreibt Matthias ihre Pläne. Wenn gerade kein Live Programm ansteht läuft in der Bar alternative, rockige Musik, bei der gilt: Qualität vor Bekanntheit.

Das Publikum

Ist sehr gemischt. Viele kommen einfach mal schauen, wie die neue Bar so ist. Matthias und Thomas nennen es ein "erwachsenes" Publikum.

Die Betreiber

Matthias und Thomas sind im Freiburger Nachtleben keine Unbekannten. Thomas führt die bei Bierliebhabern geschätzte "Bierhandlung" und Matthias betreibt die Beat Bar Butzemann. Mit der BAR haben sie nun ihr erstes gemeinsames Projekt gestartet.

Getränke- und Speisekarte

Da Thomas die "Bierhandlung" führt, liegt es auf der Hand, dass ausgewählte und hochklassige Biere auf der Karte stehen. Der Schwerpunkt liegt dabei – wie bei allen Getränken – auf Regionalität. Die Hausbrauerei ist Lasser und es gibt beispielsweise auch Choco Porter und das Pale Ale von Maisel & Friends – frisch gezapft. Für Experimentierfreudige, und jeden, der gerne Abwechslung hat, gibt es eine wöchentlich wechselnde internationale Craft Beer Karte.

Der Kaffee kommt aus der Kaffeerösterei Langen, die Cola von Schwarzwaldsprudel und die Saftschorle aus Teningen. Zu Essen gibt es bisher noch nichts, eine kalte Küche ist angedacht und soll im Frühjahr umgesetzt werden, wenn die Bar ab 16 Uhr geöffnet sein wird.

Das Besondere

Star der BAR ist zweifellos das Bier. Aber auch sonst besticht die Bar durch ihre Authentizität. Man spürt, hier geht es nicht darum etwas schnell aus dem Boden zu stampfen. Die Betreiber nehmen sich die Zeit, die etwas Gutes braucht, um zu reifen.
BAR
Ferdinand-Weiß-Straße 8, Ecke Eschholzstraße
Öffnungzeiten: Mo-Sa ab 18 Uhr

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