Verborgene Theken: Das Bengal in der Eisenbahnstraße

Lisa Hörig

Wo früher ein Thai war, ist heute das Restaurant Bengal. Hier wird nach Rezepten von Omi gekocht. Heraus kommt feinste bengalische Küche.

In zentraler Lage werden im Bengal in der Eisanbehnstraße Gerichte aus Bangladesch serviert. Die Gewürze seien frisch und original wie in seinem Heimatland, sagt Betreiber Mahamud "Rony" Hasan.


Die Atmosphäre

Betritt man das Bengal, bleibt der Alltagsstress vor der Tür liegen: Gedimmte Lichter, leise atmosphärische Musik und der kleine Wasserfall laden zum Entspannen ein. Kurz nach der Mittagszeit ist der Laden immer noch voll. Es ist jedoch nicht laut. Die Tische sind sauber und gedeckt, die Inneneinrichtung orientalisch angehaucht.

Die Speisekarte

Zum Mittagstisch laden vier Gerichte zum Genießen ein. Das ändert sich jeden Tag und soll so Abwechslung in die gut sortierte Karte bringen. Sowohl ein Fleisch-, ein Fischgericht, als auch zwei vegetarische Alternativen stehen zur Auswahl bereit. Zu jedem Hauptgericht gibt's eine kleine Vorspeise. Um die Qualität von dem Essen zu garantieren, mussten die Köche sogar umgeschult werden.

Ab 17:30 Uhr wird die Karte vergrößert und es stehen noch weitere Gerichte bereit.

Die Preise

Das Bengal ist vergleichsweise günstig: Für ein Hauptgericht zahlt man zwischen sieben und zehn Euro, für ein Getränk zwischen zwei und drei Euro. Die Nachspeise gibt’s für nen Fünfer. Somit zahlt man für zwei Personen für ein ganzes Menü unter 30 Euro, was für die Portionsgrößen und Qualität ein Schnäppchen ist.

Das Essen

Das Fleischgericht Rost Polaw überzeugt durch das gut gewürzte, aber nicht zu starke Aroma. Denn die Mischung macht's: Durch Kartoffeln, Kardamom, Joyvoll und Limettensaft kriegt das Hähnchen in Joghurt-Tomatensoße eine süß und gleichzeitig herzhafte Note.

Vegetarier sollten sich das Shada Shobzi merken. Das besteht aus einer Mischung von Karotten, Erbsen, Brokkoli, Sojasoße und Ingwer. Wie frisch die Zutaten sind, merkt man bei jedem Biss. Die Rezepte kommen dabei original aus Bangladesch: Und zwar von den Großmüttern der Betreiberfamilie Hasan.

Mit 8,90 Euro für das Fleischgericht und 7,90 Euro fürs Vegetarische gibt's die Frische für den kleinen Geldbeutel.

Das Besondere

Nicht nur die Küche besticht durch die frische Zubereitung der Gerichte, sondern die ganze Philosophie des Bengal. "Wir sitzen den ganzen Tag an Bildschirmen", erzählt Besitzer Mahamud "Rony" Hasan. "Dabei vergessen wir, dass das eigentliche Leben das Essen ist". Für ihn ist das Bengal der wahrgewordene Traum. Wie sehr er sein Lokal liebt, wird durch die vielen Kleinigkeiten im Lokal spürbar. So stehen zum Beispiel überall verschiedene kleine

Figuren, die das Bauernleben in Bangladesch symbolisieren sollen. Dazu ist jedes Gericht mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Dadurch erschafft er eine angenehme Wohlfühlatmosphäre. Beim Besuch stimmt das Gesamtpaket: Sowohl Essen, als auch der Besuch sind sehr entspannend und absolut empfehlenswert.

Wegbeschreibung

Bei der Haltestelle "Stadttheater" aussteigen, dann durch die Passage bis zur Post laufen. Zwischen Schreibwarenladen und Restaurant "Casanova" in die Seitenstraße einbiegen. Dann sollte das Bengal schon sichtbar sein.

Adresse

Bengal Freiburg

Eisenbahnstraße 43, 79098 Freiburg
Web: Bengal Freiburg: http://bengal-freiburg.de/

Öffnungszeiten

Mo bis Fr, 11 bis 15.30 Uhr sowie 17.30 bis 22.30 Uhr, Sa 11 bis 23 Uhr, Feiertage 17:30 bis 22:30 Uhr