Verborgene Theken: Das Basmati bietet Bio-Qualität zu Mensapreisen

Fabian Thomas

Etwas versteckt zwischen Amara und Mehlwaage liegt der bengalische Imbiss Basmati. Serviert werden kleine Gerichte aus Bangladesch – in Bio-Qualität und recht günstig.

Ein Restaurant mit WG-Zimmer Größe

Das Basmati befindet sich in der Mehlwaage sechs, das ist die Straße zwischen dem Amara und dem KG2-Parkhaus. Auf Facebook bezeichnet sich das Basmati als "Imbiss", doch das ist eine Untertreibung, denn die hier angebotenen Gerichte machen richtig satt. Imbissstyle ist dagegen die Größe des Basmati: In dem Raum, der gerade mal so groß ist wie ein WG-Zimmer, befindet sich eine Theke, ein Getränkekühlschrank und ein paar Wandtische, die Platz für etwa zehn Leute bieten.

Wie schmeckt Bengalisch?

Das Basmati bietet eine kleine Auswahl bengalischer Gerichte. Die Küche Bangladeschs ist der indischen sehr ähnlich. Auf der Speisekarte stehen zum Beispiel Samosas (1 Euro), Linsensuppe (2,50 Euro) und frisches, auf bengalische Art zubereitetes Gemüse mit Reis (4,50 Euro) - hierbei darf man sich vier Gemüsesorten von der Theke aussuchen. Zur Auswahl stehen heute Kürbis, Paprika, Karotten Erbsen, Brokkoli, Aubergine und Linsen. Fleischgerichte gibt es auch, zum Beispiel Hähnchencurry für 5,50 Euro.

fudder schmeckte das Essen gut. Außerdem scheint es gesund zu sein. Das Basmati wirbt nicht damit, aber die Gemüsegerichte sind komplett vegan. "In unserer Heimat ist es ja oft 30 Grad und wärmer, deswegen kochen wir selten mit Sahne", sagt Syed, einer der Betreiber des Basmati. Ob er Geschmacksverstärker verwende? "Um Gottes Willen", sagt Syed, und schüttelt den Kopf.

Die Besitzer

Syed ist ein bescheidener Mann. Als ich ihn frage, ob ich nur ihn, sondern auch das Essen fotografieren soll, lehnt er ab. "Die Leute kommen doch wegen des Essens, nicht wegen mir", meint er. Auch, dass sein Gemüse bio ist und jeden Tag frisch vom Bauern kommt, erfährt man nur im Gespräch. Auf der Speisekarte ist es nicht vermerkt. In Berlin-Mitte würde sowas nicht passieren.

Syed betreibt das Basmati zusammen mit seiner Schwester Mimi und seiner Frau Leila. Die Familie kommt ursprünglich aus Bangladesch. Syed kam nach Deutschland, um BWL zu studieren. Nach dem Studium führte er zusammen mit seinem Bruder den Asia-Afrika Laden. Dieser war bis 2004 in den heutigen Räumen des Basmati. Danach zog die Boutique "Seven-Eleven" ein. Im April 2018 dann das Basmati. Mit günstigen Preisen und gesundem Essen bietet es eine echte Alternative zur Mensa.

Adresse

Basmati
An der Mehlwaage 6

79098 Freiburg im Breisgau
Tel. 0173-4389822



Öffnungszeiten

Mo bis Sa 11.30 bis 17 Uhr