Verborgene Theke: Laterna Magica in der Wiehre

Lucas Dueck

Eigentlich wollte das Institut für Sozialkritik nur ein Büro mieten. Dann hieß es: "Das Büro gibt's nur, wenn ihr das Restaurant dazu nehmt". So kam's, dass das Institut für Sozialkritik nun einen Kantine betreibt: die Laterna Magika. Was es dort gibt:



Ambiente

Der Name „Laterna Magika“ lehnt sich an das berühmte avantgardistische Theater in Prag an. Ein bisschen avantgardistisch erscheint auch die Einrichtung des Bistros: ein mediterran anmutender Türbogen zur Theke hin, wertige Holztische, ein Ofen der an kalten Tagen gemütliche Wärme spendet und Bilder des Freiburger Künstlers Rolf Hambrecht, gemalt mit Pastellkreide. Die einen lesen Zeitung und trinken Espresso, die anderen essen in geselliger Runde zu Mittag – ein typisches Kantinenkonzept in ruhiger Atmosphäre. Zudem bietet der Außenbereich im Sommer genug Platz, um sich bei Speis' und Trank in der Sonne zu aalen.

Das Besondere

Ursprünglich wurde die Laterna Magika 2008 von Zdenek Slusariuc als eine Mischung aus Antiquitätenladen und Bistro ins Leben gerufen. Seit Dezember 2014 wird sie vom Institut für Sozialkritik betrieben. Eigentlich ging es dem Arbeitskreis um das Büro darüber – da das aber nur im Doppelpack mit dem Bistro zu haben war, sind die Mitglieder des Instituts kurzerhand unter die Wirtsleute gegangen. Neben dem leckeren Essen gibt es also auch Zeitungen, Zeitschriften und Bücher zur kritischen Reflexion. Donnerstags finden in der Laterna Magika Vorträge des Instituts für Sozialkritik statt, zu denen jeder herzlich eingeladen ist. In der Küche steht Lothar Raier, der vorher über zehn Jahre Menschen im Rahmen des SUSI-Projektes zum Selbstkostenpreis bekocht hat. Unterstützt wird er von ehrenamtlichen Helfern des Instituts und Mini-Jobbern. Übrigens: Fünf Prozent der Einnahmen der Laterna Magika werden gespendet.

Speisen

Neben dem Mittagstisch und dem Abendessen werden ganztägig kleinere Speisen wie Kuchen, Suppen oder Sandwiches angeboten. Zum Mittag- und Abendessen gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, dass bei fleischlichen Zutaten immer auch als vegetarische Variante zu haben ist. Die Palette reicht dabei von bodenständigen, rustikalen Gerichten wie originalen Nürnberger Rostbratwürsten mit Kartoffelsalat, über Bärlauchpfannkuchen mit Gemüse-Füllung bis hin zu südindischem Lamm-Curry.

So anständig wie das Essen sind auch die Preise: Die vegetarische Variante gibt es für 5, die fleischhaltige für 7 Euro. Den Kaffee bekommt man ab 2 Euro, das Bier ab 2,50 Euro.
Wichtig ist den Betreibern, woher ihre Zutaten kommen. Es muss zwar nicht immer Bio sein, die Produktions- und Handelsbedingungen werden aber genau unter die Lupe genommen. Da kommt es auch mal vor, dass der Lieferant der Nürnberger Würste – ein Stammgast der Laterna Magika – persönlich nachfragt, wie es schmeckt.

Publikum

In der Laterna Magika findet man nicht nur radikale Kommunisten oder avantgardistische Theater-Freaks, sondern vor allem kulturell und politisch offene Menschen, die die familiäre Atmosphäre und das bodenständige Essen schätzen. Hier lässt die Bedienung den Germanistik-Studenten gerne zum Buch „Bunte Steine“ von Adalbert Stifter referieren, ohne dabei in geschäftige Hektik zu verfallen.

Öffnungszeiten

Geöffnet hat die Laterna Magica an allen Wochentagen. Essen gibt es mittags von 12-14 und abends von 19-21 Uhr. Bald will das Institut für Sozialkritik samstags auch ein Frühstück einführen. „Bauernfrühstück mit Bratkartoffeln zum Beispiel“, sagt Lothar Raier. Gute Idee!

Mehr dazu:


Adresse


Laterna Magika

Günterstalstr. 37
Freiburg, Germany
0761 7059650
facebook: Laterna Magika


Fotogalerie: Lucas Dueck


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