Ursache des Stromausfalls behoben

Carolin Buchheim

Der gestrige Stromausfall in den Stadtteilen Stühlinger und Mooswald, von dem rund 10.000 Freiburger betroffen waren, wurde durch einen Kurzschluss im Mittelspannungsnetz der Badenova verursacht. Ursache war ein beschädigtes Erdkabel in der Klarastraße, das heute ausgebaut und repariert wurde.



Das beschädigte Erdkabel hatte einen Kurschluss verursacht, der, einem Dominoeffekt gleich, den Kurzschluss in einer Trafostation verusachte, die sich im Keller des Hochhauses Escholzstraße 100 befindet.


Das beschädigte Stück Stromleitung in der Klarastraße wurde heute ausgebaut und repariert; Eine eindeutige Schadensursache ist jedoch nicht zu benennen. Das verschmorte Stück Kabel lässt keine Analyse zu, was letztendlich zum Kurzschluss geführt hat. Die Badenova nennt Druck auf die Isolierung des Kabels durch einen Stein im Erdreich als mögliche Ursache; Auch ein Materialfehler sei möglich. Eine akute äußere Einwirkung auf das Kabel, wie durch Bauarbeiten oder Wurzeln, läge jedoch nicht vor.

Während die meisten betroffenen Haushalte gestern gegen 19:30 Uhr wieder mit Strom versorgt wurden, blieb das Hochhaus in der Eschholzstraße bis spät in die Nacht ohne Strom. In der Trafostation im Keller war es durch den Kurzschluss zu starker Rauchentwicklung und Verschmutzung gekommen; Die Feuerwehr musste die Räume öffnen und entlüften, bevor die Stromtechniker mit den Reparaturen an der Station beginnen konnten.

"Dass Trafostationen sich in Häusern befinden, ist übrigens nicht ungewöhnlich", erklärt Erich Möck, Pressesprecher der Badenova. "Als Laie stellt man sich immer die kleinen Häuschen vor, aber das ist heute nicht mehr so."

Betroffen vom  gestrigen Stromausfall waren übrigens auch Teile der Uniklinik, unter anderem die Tumorklinik. Die Notstromaggregate der Klinik schalteten sich jedoch sofort zu, so dass die Patienten keine Auswirkungen zu spüren bekamen.

Wem durch den Stromausfall gestern der Inhalt seines Kühlschranks verdorben ist, der hat übrigens keine Schadenersatzansprüche gegenüber der Badenova. "Die haben wir vertraglich ausgeschlossen. Ein Schadenersatzanspruch besteht nur, wenn wir fahrlässig gehandelt haben", so Möck.
Im europäischen Vergleich liege Deutschland außerdem ganz vorne, was die Versorgungssicherheit mit Strom angehe. "Hier hat der Verbraucher pro Jahr im Durchschnitt weniger als zehn Minuten ohne Strom. Bei unseren französischen Nachbarn ist es schon eine halbe Stunde, in Italien sind es mehr als zwei."