Universale - Pokerdome und Trendfrisuren

David Weigend

Am Samstag findet im KG II die 12. Universale statt. Die Veranstalter bewerben den Fez als "facettenreichste Uni-Party Deutschlands." Neutrale Beobachter können vor lauter Sponsorenbohai und Gimmickgemeier kaum mehr einen Partycharakter erkennen. Ein Gespräch mit Eva Wuppermann und Dominik Müller, zwei der Organisatoren (mit Freikartenverlosung).



Eva, was ist das größte Ärgernis beim Organisieren der Universale?

Die Unstimmigkeiten mit der Uni. Obwohl die Party im 12. Jahr hintereinander stattfindet, müssen wir jedes Mal einen Antrag stellen. Das bedeutet sehr viel Bürokratie. Bis der Antrag durch die 12 Stabstellen durch ist, sind zwei bis drei Monate vergangen. Wir haben an die Universale den Anspruch, einzigartig zu sein. Das ist schon schwer, weil es sehr viel Konkurrenz gibt in Freiburg. Extravaganza, die Subculture Parties, die finden ja alle im Mai und Juni statt.

DJ Highlights dieses Jahr?

Mo' Horizons. Zwei DJs aus Hannover. Houser.

Wer bezahlt die?

Wir. Also ein eingetragener Verein, seit sieben Jahren. Wir dürfen keine Rücklagen bilden.

Wie groß ist euer Budget für die Party?

Ungefähr 50 000 Euro plus. Das meiste davon geben wir aber erst am Tag der Veranstaltung aus. Wir sind auf Sponsoren angewiesen. Ganter ist seit Beginn Großsponsor. Ab Oktober sind wir damit beschäftigt, weitere Sponsoren an Land zu ziehen. Pepsi, Subway, Sparkasse.

Von der Uni kriegt ihr...

...überhaupt nichts. Außer den Räumlichkeiten. Angefangen hat es ja vor 12 Jahren als Fachschaftsparty von den VWLern und den Juristen. Deren Gebäude ist das KG II. Deshalb findet da heute noch die Party statt.



Wieso eigentlich die Modenschau?

Die Gründer der Universale haben das initiiert, weil es das damals in Freiburg noch nicht gab. Die Models sind hauptsächlich Studentinnen. Es geht darum, seine Komilitoninnen zu sehen, wie sie Mode präsentieren.

Wie lief das Casting ab?

45 Mädels waren da, 19 wurden ausgewählt von einer Jury. Die bestand aus der Pimkie-Chefin, einem von der Huk-Coburg und einer von Francek. Die Sponsoren sollen ja auch irgendwie involviert sein.

Welche Mode wird gezeigt?

Wir haben drei Durchgänge mit street wear, Bikini und Abendgarderobe. Bloß Frauenmode. Geld kriegen die Models nicht. Aber sie dürfen die Kleidung behalten, die sie vorführen.

Den befremdlichsten Programmpunkt finden wir immer noch die "Francek-Hairshow in Kooperation mit dem Europapark, mit akrobatischer Showeinlage". Glückwunsch zu diesem Werbewust.

Ja. Das ist so, dass die Francek-Frisöre dann halt so rumschnibbeln. Die bringen so Hair-Models mit, dort machen sie dann irgendwelche Trendfrisuren.

Und gleichzeitig verteilt die Europamaus Flyer für die "neue Familienattraktion Abenteuer Atlantis".

Nicht ganz. Während der Frisurengeschichte hängt sich eine Akrobatin vom Europapark von der Decke und macht da so Sachen in luftiger Höhe. Genaueres wissen wir auch nicht. Aber das ist halt auch noch so ein Highlight.



Wenn man sich euer DJ-Lineup anschaut, sieht man größtenteils die üblichen Verdächtigen. Wie unterscheidet sich die Universale von Veranstaltungen wie Soundcity? Ist das inzwischen nicht ein einziger Innenstadt-Partybrei?

Die Universale ist, im Unterschied zu anderen Parties, keine kommerzielle Veranstaltung. Wir dürfen keinen Gewinn machen. Es stimmt, dass wir uns nicht mehr so abheben von den anderen Sachen, von endless events etwa. Dennoch ist die Universale die Mutter. Mit ihr hat hier alles angefangen. Die erste mit verschiedenen floors, mit Modenschau. Es gibt jetzt Nachmacher, in der Mensa gibts ja auch immer Modenschau. Die DJs wiederholen sich, das ist uns auch bewusst. Deswegen versuchen wir ja, oft neue Ideen reinzubringen. Aber die Umsetzung ist oft schwierig. Liegt aber auch am Budget.

Wieviele Besucher braucht ihr, um den break even point zu knacken?

2500. Offziell passen 3000 ins KG II.

Wieviele seid ihr im Orgateam?

Dominik: 20. Viele sind dabei, die gar nicht mehr studieren. Die helfen beim Aufbau. Wir treffen uns einmal die Woche donnerstags. Da trinken wir dann Bier des Hauptsponsors.



Was machst du am Abend der Veranstaltung?

Dominik: Ich bin für den Pokerdome im zweiten OG verantwortlich. Wir bauen da zehn Tische auf. Da spielen wir dann ein Turnier. Das ist ja zur Zeit sehr in. Die Idee dahinter ist, früher Leute auf die Party zu ziehen. Das ist ja immer das Problem, dass es immer erst ab 23 Uhr, Mitternacht richtig los geht.

Welche Gimmicks habt ihr euch für den Housefloor einfallen lassen?

Eva: Da werden dieses Jahr Go-Gos sein und im Käfig tanzen.

Kommt da der Rektor auch?

Er ist jedenfalls eingeladen. Letztes Jahr war er nicht da. Es werden aber irgendwelche Uni-Nasen anwesend sein.

Personalia

Eva Wuppermann, 24, aus Bremen, hat an der Angell Akademie Event-Management studiert und ist momentan an der Uni Freiburg für VWL eingeschrieben. Sie übernimmt die Pressearbeit für die Universale.

Dominik Müller, 23, aus Gießen, studiert seit 2005 VWL in Freiburg.

Mehr dazu:

Universale: Website
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as: Universale
Wann: Samstag, 19. Mai, 21 Uhr (Poker ab 19 Uhr)
Wo: KG II, Platz der Alten Synagoge 1

Verlosung: fudder verlost 4x 2 Karten. Schick einfach ein eMail mit Deinem Namen und dem Betreff 'Universale' an info@fudder.de. Einsendeschluss ist Freitag, der 18. Mai, 11 Uhr. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.