Uni-Zeitschriften-Test (3): Freiburger Uni-Magazin

Gina Kutkat

Pünktlich zum Semesterstart bewertet Gina die Uni-Zeitschriften, die sich auf ihrem Schreibtisch stapeln. Seitdem Studienangebote mannigfaltiger werden und das Studiensystem undurchsichtiger, versuchen die Magazinmacher, Studenten in allen Lebenslagen zu beraten. Eine Analyse. Teil 3: Freiburger Uni-Magazin



Name der Zeitschrift

Freiburger Uni-Magazin

Herausgeber

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Rektor,
Prof. Dr. Wolfgang Jäger

Erscheint:

sechsmal jährlich

Format

21,2 cm breit, 29,7 cm lang und 2 mm dick

Preis

Das Heft liegt umsonst in den Gebäuden rund um die Freiburger Uni aus.

Rubriken

Zehn Hauptkategorien

1) Aktuell

Hier geht es um alle Dinge, die sich um die Uni herum abspielen. In dieser Ausgabe wird das Kunstprojekt "Uni-Art" anlässlich des 550-jährigen Bestehens der Universität vorgestellt. Die Künstlerinnen Angelika Link und Monika Reichart schrieben zum Beispiel Zwei-Wort Gedichte, die mit dem Herder-Bau der Uni zutun haben. Ein kleiner Auszug: "Luchse lagern, Kunst ernten, Fragen gießen".

2) Jubiläum

Dreimal dürft Ihr raten: es geht um das Jubiläum. Ein Rückblick in Bildern erinnert an Jubiläums-Ball, Wissenschaftsmeile und die prominenten Gäste.

3) Studium & Lehre

Wofür werden die Studiengebühren an der Uni Freiburg eingesetzt? Was unterrichten die Sprachwissenschaftler am neuen Hermann-Paul-Centrum für Liguistik und was genau steckt eigentlich hinter dem Masterstudiengang "Europäische Literaturen und Kulturen"? Hier erfahrt ihr es.

4) Wissenschaft & Forschung

Schon gewusst? Professor Dr. Jochen Schmidt vom Institut für Neuere Deutsche Literatur hat den bundesweiten Wettbewerb um Fördergelder gewonnen. Seinem Projektantrag zu einem wissenschaftlichen Nietzsche-Kommentar wurde zugestimmt.

5) Personalien

Welcher Dozent wurde mit welchen Preisen ausgezeichnet? Wer bekommt welches Stipendium? Ist mein Professor vielleicht auch dabei? Nachzulesen unter "Personalien".

6) Forum

Ähnlich wie die Kategorie "Personalien". Im Forum werden jedoch auch die Ehemaligen der Universität Freiburg gewürdigt. Auffangort für alle Dinge, die in keine Kategorie passen.

7) Menschen

Studieren in jedem Alter. Die älteste (89) und einer der jüngsten (17) Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität werden interviewt.
Außerdem gibt es hier ein Portrait über die Uni-Mitarbeiterin und Sängerin Iris Teicher, ein Teil des Duos "Savoir Vivre".

8) Wissenschaftliche Gesellschaft

Die Wissenschaftliche Gesellschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die wissenschaftliche Forschung jeglicher Art an der Albert-Ludwigs-Universität unterstützt. In dieser Ausgabe: Neues aus der Alzheimer Forschung.

9) Verband der Freunde

Studenten berichten über Seminarexkursionen und Projekte, die vom Verband Freunde e.V. gefördert wurden.

10) Service

Was gibt es Neues im Service-Technik-Bereich? Gut zu wissen: in einigen Jahren wird unter dem Stichwort " Open CommunicationsSystem" innerhalb der Uni über eine einzige Infrastruktur telefoniert.



Titelthemen in diesem Heft

Sprache im Ausblick: Zentrum für Liguistik eröffnet
Kunst im Bau: Die Uni-Art lädt ein
Düfte im Visier: Sprache der Tiere und Pflanzen

Design & Layout

Das altbekannte Uni-Blau ist die vorherrschende Farbe. Ansonsten ist das Layout eher wissenschaftlich und ein bißchen öde.

Übersichtlichkeit

Klare, geordnete Strukturen. Kleine Info-Kästen am Ende der Artikel geben Aufschluss über Organisationen oder Veranstaltungen.

Lieblings-Rubrik

Das Forum. Welche ehemaligen Dozenten der Albert-Ludwigs-Universität sind inzwischen echte Koriphäen? Wie sehen die erfolgreichsten Studenten meiner Uni aus?

Seitenzahl

38

davon Werbung

8

Minuspunkt

Zu viele "Händeschüttel"-Bilder und viel zu viel Uni-Internes.



Fazit

Man merkt sofort: die Redaktion setzt sich nicht aus schreibbegeisterten Studenten, die eine Meinung vertreten zusammen. Sondern aus Angestellten der Universität, die Werbung machen wollen.
Jeder Student kennt das wohl: man nimmt das Freiburger Uni-Magazin mit nach Hause und stellt fest: die Realität sieht ganz anders aus. Das Magazin ist nicht auf Studenten zugeschnitten, sondern richtet sich mehr an Ehemalige und Professoren. Es bleibt also meistens ungelesen in der Ecke liegen.

Mehr dazu:


Web:
Freiburger Uni-Magazin

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