Uni-Zeitschriften-Test (2): Alberta

Gina Kutkat

Pünktlich zum Semesterstart bewertet Gina die Uni-Zeitschriften, die sich auf ihrem Schreibtisch stapeln. Seitdem Studienangebote mannigfaltiger werden und das Studiensystem undurchsichtiger, versuchen die Magazinmacher, Studenten in allen Lebenslagen zu beraten. Eine Analyse. Teil 2: Alberta



Name der Zeitschrift

Alberta

Herausgeber

Text & Partner und das Studentenwerk Freiburg

Erscheint:

zweimal pro Jahr

Format

22,4 cm breit, 30 cm lang und 3 mm dick

Preis

Das Heft liegt umsonst in den Gebäuden rund um die Freiburger Uni aus.

Rubriken

Fünf Hauptkategorien: 1) Intro, 2) Thema, 3) Magazin, 4) Service und 5) Städtereise

1) Das Freiburger Magazin für Studierende beginnt mit einer Kolumne von Dirk Rohde. Der Redakteur setzt sich auf amüsante Weise mit dem aktuellen Titelthema auseinander.

Es folgt eine Übersicht der fünf wichtigsten Energiespender für Studenten. Die da wären nach Ansicht der Alberta-Redaktion: Studentenfutter, Kaugummi, Frucht-und Gemüsesäfte, Vitamin B1 und ein geheimer Finnischer Cocktail.

2) Unter der Kategorie "Thema" schöpft die Alberta-Redaktion aus den Vollen. Die Themen Hochbegabung und Elite werden von allen Seiten beleuchtet.  Die Leser können anhand eines IQ-Tests herausfinden, ob sie eventuell hochbegabt sind und somit von den Studiengebühren befreit werden. Alberta interviewt den Diplom Psychologen Jörn Sparfeldt, der seit langer Zeit über das Thema Hochbegabung forscht. Ob die gängigsten Hochleistungslegenden wirklich wahr sind, wird in der folgenden Übersicht geklärt.

3) Im Magazin geht es dann um lokale Themen: Rauchverbot, SC Freiburg und aktuelle Meldungen, Infos und Termine für den Freiburger Studenten.

4) Für alle Neu-Freiburger und Neu-Studenten gibt es im Service-Bereich das hilfreiche Uni-ABC. Wer oder was ist eigentlich der ASTA/U-ASTA und was macht eine Fachschaftskonferenz? Eine kleine Starthilfe für das Uni-Leben.

Iss mich! Auf der Alberta-Gastroliste steht, was ihr wo in Freiburg zum Essen und Trinken findet. Der ganze Spaß ist sogar kommentiert. Nach dem Essen kommt das Vergnügen. Die Party-Seiten werden von der Alberta-Redaktion ganz hochschul-like "Navigationssystem für die Orientierung zwischen Kultur und Subkultur in Freiburg" genannt.

5) Die Städtereise bildet den Abschluss des Uni-Heftes. Ob Paris, Mailand oder  Ulan-Bator:  Studenten geben wichtige City-Tipps und erzählen von ihrer Zeit im Ausland.

Titelthema in diesem Heft

Heute schon top gewesen? Intelligenz-Hyterie. Hirn-Doping und Erfolgs-Mythen: das Leistungsheft.



Design & Layout

Nicht besonders spektakulär, aber auch nicht schlecht. Aussagekräftige Fotos und zurückhaltende Seitengestaltung.

Übersichtlichkeit

Sehr übersichtlich, da keine Seite überladen ist. Die Konzentration liegt auf langen, ausführlichen Artikeln.

Lieblings-Rubrik

In dieser Ausgabe sind das die Hochleistungslegenden, die auf Wahrheit untersucht werden. Sind die schnellsten Studenten bliebter bei den späteren Arbeitgebern? Wie viele Fremdsprachen muss man können, um später im Beruf erfolgreich zu sein?

Seitenzahl

46

davon Werbung

10

Minuspunkt

Der Name Alberta.

Zuviel Uni, Hochbegabung und Studentenleben. Ein bißchen Abwechslung könnte nicht schaden.

Fazit

Das Alberta-Heft hat mich ziemlich überrascht. Interessante Themen, die aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und behandelt werden.

Mehr dazu:

fudder.de: Uni-Zeitschriften-Test: (1) Zeit Campus