Tote Studentin in der Dreisam

Uni richtet Trauerraum in Gedenken an getötete Kommilitonin ein

Johannes Tran & Philippa Baurmann

Große Trauer und Betroffenheit in der medizinischen Fakultät: Nach dem gewaltsamen Tod der 19-jährigen Medizinstudentin stehen Freunde und Kommilitoninnen und Kommilitonen unter Schock.

Die Albert-Ludwigs-Universität hat am Montag einen Raum der Trauer mit einem Bild der Studentin und Kerzen in einem Fachschaftsraum im Institutsviertel eingerichtet. In diesem wird der am Sonntag getöteten Medizinstudentin gedacht, ein Kondolenzbuch liegt aus.


Mitstudierende bieten hier nicht nur einen Raum für das stille Gedenken an. Es soll auch ein Ort des Miteinanders sein, in der sich Freunde und Bekannte bei Gesprächen gegenseitig helfen können; außerdem steht eine psychologische Betreuung zur Verfügung. "Die Bestürzung und das Mitgefühl sind groß", betont Unisprecher Nicolas Scherger.

Auch Studierende aus anderen Fakultäten sind über die Ereignisse betroffen. Besonders Studentinnen machen sich Gedanken. Spanisch- und Physikstudentin Rebekka Büchele sagt: "Es hätte auch eine von meinen Freundinnen sein können." Die 19-Jährige habe schon vorher aufgepasst. Sie gehe abends nur mit Begleitung nach Hause. Anderen geht es ähnlich. Viele bekunden ihre Betroffenheit, werden aber ihr bisheriges Verhalten abends und im Dunkeln beibehalten. "Sie war in unserem Alter. Ich finde das schrecklich, aber ich ändere nichts an meinen Verhalten. Nach dem Feiern gehe ich sowieso mit meinen Freundinnen nach Hause", sagt Alexandra Hackl (21). Und auch die 18-jährige Theresa Goldschmidt meint: "Ich habe nicht wirklich Angst, aber ich war auch noch nie an der Stelle. Generell laufe ich nicht abends alleine nach Hause."

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