Uni-Innenhof: Weiße Rosen für den Platz der Weißen Rose

Claudia Kornmeier

Seit einigen Tagen sperren Bauzäune große Teile des Uni-Innenhofs ab. Die Wiese am KG I ist abgetragen. Die Arbeiten sind in vollem Gange. Was genau hier entstehen soll, weiß unter den Studenten so richtig niemand. Claudia hat beim Universitätsbauamt nachgefragt und sich erklären lassen, wie der Uni-Innenhof umgebaut wird.



Der Plan: Ein Platz ungefähr 20 % größer als zuvor, bepflanzt mit kastenförmigen Platanen, bepflastert mit Granitplatten, belebt durch einen beleuchteten Brunnen, Wiese in etwa an den Stellen, die auch zuvor grün waren, und Bänke aus Beton und Holz.


Dazu kommen Lichtspuren im Boden und an Bänken („Das war ja hier immer eine ganz düstere Ecke“, sagt der Pressesprecher Rudolf-Werner Dreier), überdachte Fahrradständer auf der Seite des KG I und der Coup: weiße Rosen, die sich an den Wänden des KG II empor ranken, um dem offiziellen Namen des Platzes gerecht zu werden.

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Nicht Innenhof, nicht Kontakthof, sondern Platz der Weißen Rose heißt es nämlich. Ähnlich symbolträchtig vielleicht auch das Datum des Baubeginns: der 20. Juli.

Um den Peterhof herum soll sich gestalterisch nichts verändern. Bei den Arbeiten geht es lediglich um Kanalarbeiten. Allerdings: auch der Weg der durch die Wiese zur Niemensstraße führt, soll eine Lichtspur erhalten.



„Das Projekt ist schon zwei Jahrzehnte alt“, sagt Karl-Heinz Bühler, der Leiter des Universitätsbauamtes Freiburg. Seit 1990 gäbe es Pläne, den Platz neu zu gestalten. Finanzierungsschwierigkeiten und andere Prioritäten haben das Projekt immer wieder verzögert. Mit einem Geschenk des Verbandes für Bauwirtschaft Südbaden nahmen die Pläne wieder Fahrt auf.

Der Verband – ein Zusammenschluss von Baufirmen aus der Region – schenkte der Universität zum Jubiläum die Neugestaltung des Platzes. Das Geschenk umfasst Eigenleistungen und Material im Wert von circa 60.000 € sowie eine Ideenskizze. Allerdings fehlten dem Verband Informationen über die baulichen Voraussetzungen des Platzes, um die Größenordnung einer Neugestaltung korrekt abschätzen zu können.

Vor allem eine notwendige Sanierung des Daches der Tiefgarage, die unter dem Innenhof liegt, haben die Kosten des Projekts verzehnfacht. Das Universitätsbauamt nahm das Geschenk dennoch zum Anlass, alte Pläne wieder aus der Schublade zu holen, fortzuführen und sich um eine vollständige Finanzierung zu bemühen.



Den endgültigen Plan erstellte das Uni-Bauamt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Volker Harbauer. Finanziert werden die Arbeiten neben dem Geschenk des Verbandes durch Mittel aus dem Landeshaushalt. Dabei handelt es sich um Gelder aus dem Topf des Finanzministeriums, das für den Hochschulbau zuständig ist. (Personalkosten fallen dagegen in die Zuständigkeit des Wissenschaftsministeriums. Die Diskussion um den Einstellungsstopp dreht sich daher um andere finanzielle Mittel.)

Ende des Jahres s
ollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Eine Baustelle wird die Universität aber noch länger bleiben. Das Konjunkturprogramm hat auch die Universität mit ausreichend Mitteln versehen. „Energetische Sanierung“ heißt das Stichwort unter dem bereits begonnene Arbeiten in den nächsten Monaten fortgeführt werden. Darunter: die Sanierung der Fenster des KG II sowie der Dächer und Fassaden von KG I und des Gebäudes Werthmannstraße 4.