UB-Umzug ab Montag: Das große Bücherverrücken

Katharina Wenzelis

Am Montag beginnt der größte Umzug in der Geschichte der Universitäts-Bibliothek Freiburg. Der Umzug von insgesamt 450.000 Büchern erstreckt sich nicht nur über mehrere Tage, sondern ist für die Verantwortlichen auch eine logistische Herausforderung.



Die Universitäts-Bibliothek soll in den kommenden vier bis fünf Jahren komplett saniert werden. Grund für die Sanierung ist unter anderem das schlechte Klima in den Räumlichkeiten am Werderring.


Die Spediteure, die mit dem Umzug beauftragt wurden, werden in der Zeit vom 22. September bis zum 30. September rund 15.000 laufende Meter Bücher und Zeitschriften mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen zur vorrübergehend neuen UB 1 in die Stadthalle am alten Messplatz transportieren. Dafür mussten eigens 150 Bücherwagen sowie Rampen für die Abholung und Anlieferung angefertigt werden. Die Spediteure werden während dieser Zeit rund 16 Stunden am Tag im Einsatz sein.



Für die Dauer der Sanierungsarbeiten wird der gesamte Bestand der UB auf zwei Standpunkte verteilt. Zum einen wird ein Teil der Bücher in der UB 2 in der Rempartstraße neben der Mensa untergebracht, hier wird auch die Bibliotheksverwaltung zu finden sein. Der größte Teil der Bücher muss für die nächsten Jahre in die Stadthalle (UB1) ausweichen.

Die provisorische "neue" UB 1 wird am 6. Oktober 2008 ihre Türen in der Stadthalle öffnen. Dort soll den Studenten neben 600 Lern- und 250 Internetplätzen auch W-Lan zur Verfügung stehen.

Als Entschädigung für die Strapazen, die die Studenten während der Sanierungszeit der UB in Kauf nehmen müssen, soll die UB in der Stadthalle rund um die Uhr und auch am Wochenende geöffnet bleiben. Allerdings sind Service und Ausleihe nur Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 20 Uhr und Samstags von 10 Uhr bis 18 Uhr möglich. Außerhalb dieser Zeiten kann die Stadthalle für das Arbeiten und Lernen genutzt werden, ist aber nur mit der UniCard zugänglich.

Auch in der Stadthalle wird es eine Cafeteria geben, die vom Studentenwerk betrieben wird. Für alle Lernwütigen, die auch Sonntags und in der Nacht in der UB büffeln, werden laut Wilfried Sühl, Mitarbeiter der Universität Freiburg, Automaten mit Getränken und Snacks zur Verfügung stehen.

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