TV-Sendung "Millionärswahl": Freiburger Gassenkletterer Raffael Armbruster klettert um eine Million Euro

Christina Fortwängler

Mit Free-Clymbing zwischen Hauswänden hat Raffael Armbruster 2013 den Guinness Weltrekord geholt, jetzt tritt er damit in der TV-Show "Millionärswahl" auf. Im neuen Format von Pro7 und Sat1 stimmen Zuschauer und Teilnehmer ab, wer am Ende mit 1 Million Euro nach Hause gehen darf. Raffaels Part wird am 16. Januar auf Pro7 gesendet - vielleicht sogar live aus Freiburg:



Gassenkletterer und Stuntman Raffael Armbruster hat es geschafft. Der Freiburger ist einer von 49 Kandidatinnen und Kandidaten, die bei der neuen Fernsehshow "Millionärswahl" gegeneinander antreten. Die acht Live-Shows der ersten Staffel laufen ab dem 9. Januar 2014 abwechselnd auf Pro7 und Sat1. Wer gewinnt, darf eine Million Euro mit nach Hause nehmen.


"Für mich ist es eine große Chance, zu zeigen, was ich kann", sagt Raffael. "Ich werde sicher nervös sein". Die 49 Kandidaten-Teams kämpfen auf sieben Live-Shows verteilt um die Gunst der Wähler, am Donnerstag, 16. Januar 2014, ist Raffael mit seinem Part an der Reihe.

Wahrscheinlicher Drehort: Freiburg. Der Antrag beim Amt für öffentliche Ordnung ist gestellt - wenn alles gut läuft, können Zuschauerinnen und Zuschauer live mitverfolgen, wie Raffael das Kaufhausgässle am Münsterplatz, zwischen Historischem Kaufhaus und Hotel Oberkirch, erklettert. Eigentlich sollte der Stunt in Köln aufgezeichnet werden, dort fehlt nun aber die amtliche Genehmigung.

Auf seinen Auftritt bereitet sich der 22-Jährige zur Zeit intensiv vor: mit einem Training bestehend aus Kraft-Ausdauer, statischen Halteübungen und dem Üben seiner Choreografie in den Gassen Freiburgs. Raffael zeigt einen Stunt zwischen Hauswänden, die er ohne Sicherung, nur mit Hilfe seiner Arme und Beine erklimmt - bis er schließlich fast zehn Höhenmeter erreicht hat. Mit dieser atemberaubenden Diszplin hat er 2013 auch den Guinness Weltrekord geholt.

So funktioniert die Show

 

Raffael setzt auf die Stimmen der Zuschauer und Mitkontrahenten am 16. Januar. Denn die Show "Millionärswahl" funktioniert etwas anders als ähnliche Formate: Es gibt keine Jury oder Expertenrunde. Wer am Ende die Million gewinnt, wird demokratisch abgestimmt: Alle 49 Teilnehmer, die sieben Finalisten untereinander und die Zuschauer zuhause sind stimmberechtigt. Ende Januar entscheidet schließlich ein Finale, wer der sieben Finalisten zum Millionär wird.

Sollte Raffael die Million gewinnen, möchte er die Hälfte spenden; jeweils 150.000 Euro an ein regionales, nationales und internationales Projekt. Im Raum Freiburg soll dieser Betrag der Restauration des Münsters zu Gute kommen, auf nationaler Ebene einem Projekt für Obdachlose. 50.000 Euro möchte er zwischen seinen Unterstützern, Familie und Freunden aufteilen. Der Rest wird Raffaels finanzielle Lebensgrundlage als Stuntman: "Ich will meine Leidenschaft leben, ohne mir Sorgen machen zu müssen, genügend Stuntaufträge zu haben".

Im Oktober 2013 hat Raffael seine Ausbildung als Stuntman im französischen Agen abeschlossen. Bereits einen Monat später folgte der erste große Job: als Stuntdouble von Peter Lohmeyer in "Polizeiruf 110". Die Sendung wurde in Berlin gedreht, wo Raffael Ende Januar hinziehen wird, um weiter an seiner Karriere zu arbeiten.



Neben Raffael Armbruster haben es noch drei weitere Kandidaten-Teams aus Südbaden unter die Showteilnehmer geschafft. Not Me alias Nikos, 20, aus Häusern tritt mit Selbstkomponiertem an. Es geht ihm ausschließlich darum, seine Musik zu präsentieren: Sollte er die Million gewinnen, möchte er den kompletten Gewinn spenden.

EOS-System aus Villingen-Schwenningen sind die Soft- & Hardware-Entwickler Milan Vasic, 26 und Julian Besnard, 24. Sie haben ein Sicherheitssystem erfunden, das vor gewaltsamen Übergriffen im öffentlichen Nahverkehr schützen soll. Wie das genau funktioniert, möchten sie in der Show zeigen. Die Gewinnsumme soll in die Weiterentwicklung des Systems fließen. Chris Böhm, 29, und Dan Hennig, 31, aus Lörrach zeigen Kunststücke auf dem BMX. Ihr Ziel ist es, mit der Million eine BMX-Schule zu gründen und eine BMX-Therapie für ADHS-Kinder weiter auszubauen.

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[Fotos: ProSieben / Willi Weber]