Traurige Sache: Kaum Blutspender in der Uniklinik

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Die Liegen sind leer, dabei sind die Wartezeiten derzeit gering und das Gefühl nach dem Spenden gut. Mit einer Spende kann bis zu drei Menschen geholfen werden. Für die Spender eine halbe Stunde – für die Empfänger ein ganzes Leben!

Einfach Leben retten. Das ist mit einer Blutspende tatsächlich immer noch möglich. Denn Blut kann nicht industriell hergestellt werden. Der funktionierende Kreislauf zwischen Spendern und Empfängern ist deshalb seit mehr als 100 Jahren die Basis für eine funktionierende Versorgung von Menschen, die große Operationen überstehen müssen, für Krebspatienten und für Unfallopfer. Von fünf Menschen brauchen vier im Laufe ihres Lebens Blut oder ein Medikament, das aus Blut hergestellt wird.


Entspannter Abend auf der Couch – oder heißes Date?

Blut ist ein Dienstleister auf höchstem Niveau. Denn es ist ein wahrer Meister des Multitaskings: Es arbeitet gleichzeitig als Nahrungsversorger, Abfallwirtschaft und Kommunikationsservice im Körper. Jede einzelne Zelle bekommt Sauerstoff und Nährstoffe frei Haus geliefert und kann im Austausch ihren Müll, z.B. das Kohlendioxid, abgeben. Schließlich erfahren die Zellen über die im Blut schwimmenden Hormone, ob sie sich auf einen entspannten Abend auf der Couch, ein heißes Date oder eine Prüfung einstellen sollen.

Unser Blut nutzt dabei ein ausgeklügeltes Gefäßsystem, das man sich als gigantisches Wegenetz mit Autobahnen, Bundesstraßen, Schnellstraßen bis hin zu Dorfgassen vorstellen kann. Sie sorgen dafür, dass das Blut alle Zellen erreicht, auch die im hinterletzten Dorf unter den Finger- und Fußnägeln.

Dabei legen die 5 bis 7 Liter Blut, die jeder Erwachsene im Körper hat, einen unglaublichen Weg zurück. Sämtliche Blutgefäße des Körpers aneinandergereiht, ergäben 100.000 Kilometer. Das heißt unser Blut legt täglich mehrfach eine Strecke zurück, die rund 2,5 Mal um die Erde reicht.

Blutspenden ist einfach und hilft dreifach

Um seiner Multi-Tasking-Funktion gerecht zu werden, besteht das Blut aus vielen verschiedenen Bestandteilen, die harmonisch zusammenarbeiten. Bei jeder Spende werden drei Blutkomponenten isoliert und für Patientinnen und Patienten aufbereitet: Die roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind, die Blutplättchen für die Blutgerinnung sowie das Blutplasma, das z.B. für Bluterpatienten oder Menschen mit einem Immundefekt wichtig ist.

Jede/r Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender bis 60 Jahren) kann regelmäßig 500ml seines Blutes spenden. Die Menschen in und um Freiburg sind dabei seit Jahren hoch engagiert. Rund 30.000 Spenden kommen jedes Jahr in der Blutspendezentrale der Uniklinik zusammen. Das ist ein solidarisches System in der Region für die Region – denn alle klinisch direkt verwertbaren Teile des Spenderblutes kommen direkt den Patientinnen und Patienten der Uniklinik und damit den Menschen vor Ort zu Gute.

Deshalb hofft das Team der Blutspende im Namen der Patientinnen und Patienten, dass bald wieder mehr (Neu-)Spender in der Blutspendezentrale auftauchen. Unser Appell: Füllt die Liegen – Kommt zur Blutspende!
  • Wer: Blut spenden können alle Menschen von 18 bis 68 (Erstspender bis 60) Jahren
  • Wann: Montag und Dienstag 8 bis 15 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 12 bis 19 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr, 1. & 3. Samstag 8 bis 13 Uhr
  • Wie: Mit dem Auto (Kostenfrei parken in der Tiefgarage des Klinikums), mit der Bahn (Linie 5, Haltestelle Friedrich-Ebert-Platz)
  • Wie oft: Frauen dürfen alle 12 Wochen, Männer alle 8 Wochen spenden
  • Telefon: 0761-270 44444 (Mo - Fr 8 bis 12 Uhr)
  • Bitte beachten: Bei jeder Blutspende sind der Personalausweis und der Impfpass mitzubringen