Tatort Johanneskirche

Totgeprügelter Mann: Polizei sucht jetzt mit Flugblatt nach drei Tätern

Joachim Röderer

Im ungeklärten Fall des von Unbekannten getöteten Mannes an der Johanneskirche geht die Polizei nun von drei statt von vier Tätern aus. Es fehlt immer noch eine heiße Spur. Jetzt suchen die Ermittler mit einem Flugblatt.

Die Polizei sucht weiter nach den unbekannten Männern, die für den Tod eines 51-jährigen Mannes verantwortlich sind. Das Opfer hatte am Mittwoch, 12. Oktober, an der Johanneskirche seine Notdurft verrichtet – und ist dabei von Unbekannten zunächst deswegen beleidigt und dann attackiert worden.


Der Vorfall ereignete sich helllichten Tag zwischen 15 und 16 Uhr. Bislang ging die Polizei von vier Tätern aus. Nach Zeugenbefragungen hat sich diese Zahl geändert. Die Ermittler glauben nun, dass es drei Männer waren, die den 51-Jährigen so traktiert haben, dass er wenig später an seinen schweren inneren Verletzungen gestorben ist. Deswegen ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Bislang haben sich kaum Zeugen gemeldet

Hinweise gibt es bislang nur wenige. Aussagen liegen der Polizei von Obdachlosen vor, die sich regelmäßig auf dem Platz aufhalten. Durch deren Beobachtungen hat sich nun auch die Zahl von drei Tätern ergeben.

Zwei Männer sollen etwa 30 Jahre alt, schlank und groß sein. Der Dritte wird als Anfang bis Mitte 50 und leicht untersetzt beschrieben. Es soll sich um südländische aussehende Männer gehandelt haben.

Alle Informationen zu dem Fall bündelt die Polizei auch noch einmal auf einem Flugblatt (pdf zum Download), das im Laufe des Dienstags im Bereich Johanneskirche verteilt und das auch im gegenüberliegenden Amt für öffentliche Ordnung ausgehängt wird. Abgebildet ist auf dem Flugblatt auch der Tatort.

Der Tatort war direkt an der Straße

Das Frappierende daran: Der Ort des Geschehens liegt quasi auf dem "Präsentierteller", ist gut von mehreren Seiten gut einsehbar und offen an der Ecke von Günterstal-/ und Basler Straße. Direkt gegenüber befindet sich zudem die stets stark frequentierte Straßenbahnhaltestelle Johanneskirche. An der Ecke befinden sich auch Ampeln, an denen immer Fußgänger oder Radfahrer warten oder die Fahrspuren und Schienen kreuzen. "Eigentlich muss irgendjemand etwas gesehen haben", sagt Polizeisprecherin Laura Riske.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu möglichen Tatverdächtigen oder dem Geschehen vom 12.Oktober im Bereich der Johanneskirche machen können, sich unter Tel. 0761/882-5777 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

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