Tötungsdelikt in der Knopfhäuslesiedlung: Polizei nimmt Verdächtigen fest

fudder-Redaktion

Festnahme eine Woche nach der Tat: Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt in der Knopfhäuslesiedlung an der Schwarzwaldstraße hat die Polizei am gestrigen Donnerstag einen "dringend tatverdächtigen" Mann festgenommen.

Die Polizei nahm den Mann gegen 18:45 Uhr im Bereich der Sundgauallee fest. Der Festgenommene war längere Zeit flüchtig.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hatte am Donnerstag einen Haftbefehl gegen den Mann beantragt. Diesem Antrag hat der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Freiburg noch am selben Tag entsprochen. Der Festgenommene wird im Laufe des heutigen Freitags einem Haftrichter vorgeführt.


Der Verdächtige ist 37, Bäcker, und ohne festen Wohnsitz

Bei dem dringend Tatverdächtigen handelt es sich um einen 37-jährigen Mann italienischer Staatsbürgerschaft. Er ist in Müllheim geboren und dort auch aufgewachsen. Der Festgenommene ist ohne festen Wohnsitz, gelernter Bäcker, ledig und ohne Beschäftigung.

Gegen ihn wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz geführt. Wegen dieser Ermittlungsverfahren war der Mann auch erkennungsdienstlich behandelt worden. Das bedeutet: seine Fingerabdrücke sind in den polizeilichen Fahndungssystemen gespeichert.

Wie bereits berichtet handelt es sich bei dem Opfer um den 48 Jahre alten Daniel H. aus Freiburg. H. war deutscher Staatsbürger, alleinstehend und ohne Beschäftigung. Er bezog zuletzt Arbeitslosengeld. Auch das Opfer war der Polizei aus dem Bereich der Rauschgiftkriminalität bekannt. Aus einer früheren Beziehung hat das Opfer eine Tochter, die nicht in Freiburg lebt und die mit dem Vater nicht in Kontakt gestanden war.

Was die Ermittler herausgefunden haben

Der dringende Tatverdacht stützt sich bislang auf folgende Erkenntnisse:
  • Die Spurensuche am Tatort und die begleitenden Ermittlungen zum Umfeld des Opfers sowie die Abgleiche in den polizeilichen Datensystem führten zur Identifizierung des Tatverdächtigen.
  • Der Festgenommene hat sich bisher nicht direkt zur Tatausführung und zum Motiv geäußert. Er lässt sich durch einen Rechtsanwalt vertreten.
  • Zwischenzeitlich konnten Ermittler die mutmaßlichen Tatwerkzeuge in einem vom Tatverdächtigen mitbenutzten Fahrzeug aufgefunden und sichergestellt werden.
Die Polizei schildern den mutmaßlichen Tathergang:
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kann davon ausgegangen werden, dass die Tatzeit zwischen dem späten Nachmittag und dem frühen Abend des 10. Juli liegt. Der konkrete Tatverlauf lässt dich derzeit noch nicht abschließend und verbindlich darlegen.

Nach der Tat flüchtete der Täter und hielt sich verborgen. Durch Nachforschungen im persönlichen Umfeld des Getöteten tauchte der Name des Tatverdächtigen immer wieder auf. Sein Aufenthalt konnte zunächst aber nicht lokalisiert werden. Fahnder der Sonderkommission konnten den Tatverdächtigen jedoch am gestrigen Donnerstag ausfindig machen und festnehmen.

Auch nach der Festnahme des Verdächtigen will die Polizei die Ermittlungen mit einem "sehr hohen Personalansatz" fortführen. In der Spitze waren in der Sonderkommission Knopfhäusle mehr als 30 Ermittler eingesetzt worden. Wegen der hohen Arbeitsbelastung hatten die Fahnder der Kripo Freiburg Ermittler der Landespolizeidirektion Freiburg und aus den Bereichen der Polizeidirektionen Emmendingen und Lörrach in die Sonderkommission integriert.

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