Tipps für junge Marathon-Läufer

Fabian Vögtle

Beim Freiburg-Marathon gehen dieses Jahr wieder junge Läufer an den Start. Die meisten laufen zwar beim "S’cool-Run" mit, aber einige haben sich auch für die 21 und sogar 42 Kilometer angemeldet. Wer noch jung und dynamisch ist, nimmt sich oft zu viel vor. Das kann zum Problem werden.



Für den Freiburger Sportmediziner Norman Biebow ist daher die gezielte Vorbereitung das Wichtigste. Um Vorschäden wie Fußfehlstellungen zu vermeiden, rät er jedem Jugendlichen, der laufen will, erstmal eine Laufbandanalyse zu machen. "Der Körper muss adaptiert sein." Wer mit den Gelenken keine Probleme hat, kann loslegen. Doch oft werde zu schnell und zu viel belastet. Biebow rät daher von einem "Schnellschuss" ab und appelliert daran, frühzeitig auf Körpersignale zu hören und das Training zu reduzieren.


Alle ambitionierten Läufer sollten einen Lauftrainer aufsuchen. Fernando Schüber hat schon viele (Halb-)Marathoni betreut. Für den Laufcoach aus Freiburg ist auch das Training ausschlaggebend. "In jungen Jahren kann viel kaputt gehen", sagt er und stellt fest, dass fast alle Juniorenweltmeister im Marathon später nicht mehr in den Siegerlisten auftauchen. Neben der Pubertät beeinflussen oft das zu intensive Training und die zu hohe Geschwindigkeit diesen Wandel.

 

Die letzten Tage vor dem Start empfiehlt es sich, auszuruhen

Wer mit 16 oder 18 Jahren schon ein paar Marathons im Jahr laufe, brauche sich nicht wundern, wenn die Lust schnell verloren ginge, findet Schüber. Es gehe im jungen Alter viel mehr darum, mit Zeit und Geduld an der Grundlage zu arbeiten und das Training langsam aufzubauen. So kämen Spaß und Erfolg – auch langfristig – von alleine.

Für die letzten Tage vor dem Lauf empfiehlt Schüber "runterzufahren", um ausgeruht zu sein und "voller Power" ins Rennen zu gehen. Wichtig ist genügend Schlaf, dessen Bedeutung vor allem junge Leute oft unterschätzen. Mit dem Startschuss gehe zwar die Nervosität verloren, meint der Laufcoach, aber beachten müssen die Läufer im Rennen dennoch viel.

Ganz wichtig sei, dass jeder seinen Rhythmus findet und "nicht auf den ersten Kilometern sein Pulver verschießt", erzählt Sportmediziner Biebow. Zwar sind die Wetteraussichten für Sonntag schön, doch Temperaturen um die 20 Grad sind nicht das beste Laufwetter, da es für die Läufer schon zu warm ist. Gerade deshalb müssten die Läufer sich die Strecke gut einteilen, rät Schüber. "Es wird Minute um Minute heißer." Die Wasserstellen sind darauf vorbereitet.

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  [Foto: Caro]