Tag für freie Meinungsäußerung im Internet

Christian Deker

Heute ist der erste "Internationale Tag für freie Meinungsäußerung im Internet". Die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" ruft zu einer weltweiten Online-Demonstration gegen Zensur im Internet auf. Jeder Internet-Nutzer kann im virtuellen Raum 24 Stunden lang demonstrieren – zum Beispiel auf dem Platz des Himmlischen Friedens oder in Kuba.



Nutzer können eine eigene virtuelle Figur erschaffen und so auf einer der neun Online-Demonstrationen in China, Kuba, Ägypten, Burma, Eritrea, Nordkorea, Tunesien, Turkmenistan oder Vietnam protestieren. In diesen Ländern ist die Meinungsfreiheit im Internet, zum Teil auch der Zugang zum Internet, massiv eingeschränkt.


Nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" sitzen derzeit mindestens 63 Online-Dissidenten weltweit hinter Gittern. Allein im vergangenen Jahr seien 2.600 Internetseiten, Blogs und Diskussionsforen abgeschaltet oder gesperrt worden.

Auf einer Liste der "Feinde des Internets" verzeichnet die Organisation 15 Länder, die neben den traditionellen Medien auch das Internet massiv zensieren: Ägypten, Äthiopien, Burma, China, Kuba, Iran, Nordkorea, Saudi-Arabien, Simbabwe, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam und Weißrussland.

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