Surfen im australischen Hochsommer

Joel Montagud

Unser Videokorrespondent Joel ist innerhalb eines gut dreimonatigen Schulaustauschs nach Australien gereist. Hier seine ersten, fabelhaften Eindrücke.



Ich bin jetzt in Australien. Das Haus von Tylers Familie liegt in Warrandyte, ein Vorort Melbournes mit 60 000 Bewohnern, etwa eine Stunde von der Stadt entfernt. Die Familie ist sehr nett und Tyler hat mir gleich alles gezeigt. Nicht weit vom Haus entfernt ist ein Fluss, in dem wir ab und zu baden. Im Garten des Hauses steht ein riesiges Trampolin, auf dem ich sehr oft herumhüpfe. Überall stehen hier Eukalyptusbaume. Kleine, große, weiße, braune. Wenn man den Flughafen von Melbourne verlässt und den Duft des Eukalyptusöls einatmet, weiß man, dass man in Australien angekommen ist.


Hier ist gerade Hochsommer, jeden Tag über 30 Grad warm. Ein krasser Unterschied zum relativ kalten Freiburg.



Ein paar Tage nach meiner Ankunft fuhren wir nach Mallacoota auf einen Campingplatz. Hier bleiben wir nun die nächsten zwei Wochen, bis die Schule am 30. Januar anfängt. Mallacoota ist ein kleines Fischerdorf, dessen Bewohner hauptsächlich vom Tourismus leben. Entfernung: sechs Stunden östlich von Melbourne. Es gibt hier viele Lagunen und Seen, die tief ins Land reichen. Das Dorf liegt nicht direkt am Meer, sondern an einer großen Lagune, in der eine Vielfalt von Fischen (auch Haien), Muscheln etc. zu finden ist. Das Meer liegt zehn Minuten zu Fuß vom Dorf entfernt. Es ist sehr kalt, da viele Strömungen vom Südpol kommen.

Es gibt dauernd Wellen und wir verbringen viel Zeit mit Boogie boarding, Wellenreiten mit einem kleinen Surfbrett. Skiffer boarding bringt ebenfalls Laune. Das funktioniert mit einem kleinen dünnen Holzbrett, das man nah am Strand aufs Wasser wirft, dann draufspringt und so ein paar Meter übers Wasser gleitet.



Man muss im Wasser sehr vorsichtig sein, da die Strömungen einen hinaus treiben können, was mir schon passiert ist. Sehr lange hält man es im Wasser wegen der Kälte nicht aus.

In den wenigen Tagen habe ich schon einiges an Englisch gelernt. Manchmal fehlen mir ein paar Worte, doch Konversation ist kein Problem mehr. Nachfragen muss ich bei australischen Slangworten, von denen es einige gibt.

Naechste Woche fahren wir zurück nach Warrandyte. Ich freue mich schon auf den ersten Schultag.