Stoodl.com: Virtuelles Tauschen von Lernkärtchen

Bianca Fritz

Fünf junge Basler wollen die Studiennotizen und Essays von Studenten auf der ganzen Welt vernetzen. In der Schweiz haben sie angefangen und wagen sich jetzt nach Südbaden.



Vor zwei Wochen ging eine Gruppe von fünf Basler Studenten mit einem Internetprojekt an den Start, das den Studenten nicht nur beim Kontakte knüpfen, sondern vor allem beim Lernen behilflich sein soll. Und das am Liebsten weltweit. Stoodl.com heißt der neue Web2.0-Dienst, der eine Art virtuellen Campus bietet, in dem Studenten Zusammenfassungen, Lernkärtchen, Stundenprotokolle, Essays und vieles mehr hochladen und tauschen können. Angefangen haben die Studenten mit den Hochschulen in der Schweiz. Jetzt werfen sie den Blick über die Grenze und programmieren die Plattformen für die großen südbadischen Hochschulen.


"Wie StudiVZ, nur besser", sagt Fabian Frey, Student der Uni Basel und einer der fünf Erfinder von stoodl.com. Von den Benutzerzahlen des Netzwerkriesens sind die Jungs mit ihren 1000 Mitgliedern zwar noch weit entfernt, aber dafür kombiniert ihre Seite die Communityfunktionen mit denen einer Dokumentenbörse. Dabei werden die Materialien campusähnlich nach Fachbereichen sortiert. Die Studenten können so auf Unterlagen ihrer eigenen oder auch einer anderne Uni zugreifen. 550 Lerndokumente wurden in den ersten zwei Wochen von den Schweizer Nutzern online gestellt.



Zehn Monate Arbeit und mehrere tausend Franken haben die Studenten in ihr Projekt gesteckt und hoffen nun, auch bald Geld damit verdienen zu können. Frey: "Wir verhandeln gerade mit den ersten Partnern."

Wie man die Lernmaterialien nutzt, ist übrigens jedem selbst überlassen. "Wenn jemand ein Plagiat abliefert, tut er das auf eigene Verantwortung", sagt der Jurastudent Fabian Frey. Auch Zusammenfassungen und Lernkärtchen sind im Idealfall eher ein Anhaltspunkt: "Man lernt schon mehr, wenn man die Sachen selbst zusammenfasst – aber manchmal fehlt einfach die Zeit und da können die Dokumente anderer sehr hilfreich sein", sagt Frey.

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Web: stoodl