Stärkung für Subculture: Nitebeat wird eingestellt

David Weigend

Was sich bereits Anfang des Jahres abgezeichnet hat, ist nun eingetreten: Am Freitag veröffentlicht die Redaktion von Nitebeat ihre letzte Ausgabe. Großer Gewinner der Marktbereinigung ist die Redaktion von Subculture.



Für Leute, die wissen wollen, was im Regio-Nachtleben läuft und dies lieber in einem Heft im Taschenformat lesen, als sich durchs Internet zu klicken, gab es bislang vor allem zwei Informationsquellen: Die Magazine Subculture und Nitebeat. In Zukunft wird es nur noch Subculture geben. Holger Probst (31), Daniel Schmidt (33) und Markus Vogel (33), die drei Macher von Nitebeat, werden am kommenden Freitag die letzte Ausgabe ihres Magazins auf den Markt bringen. Heft Nummer 134.


„Wir haben uns beruflich teilweise in anderen Bereichen weiterentwickelt, zudem fordern andere Geschäftsfelder und Aufgaben immer mehr unsere Zeit“, schreibt das Redaktionsteam im Editorial der Maiausgabe. Nach zwölf Jahren Berichterstattung übers Nachtleben zwischen Basel und Offenburg scheint sich die Redaktion auch altersmäßig von ihrer Zielgruppe entfernt zu haben. Außerdem wird das Überleben von Anbietern kostenloser Veranstaltungsmagazine immer schwieriger, da viele Clubbetreiber und Partyorganisatoren die Feiertermine auf ihren Websiten oder auf Facebook ankündigen. Immerhin: Die Auflage von Nitebeat blieb bis zur letzten Ausgabe mit 30 000 Exemplaren konstant.



Die Redaktion von Subculture geht gestärkt aus der Marktbereinigung hervor. Nitebeat-Chefredakteur Daniel Schmidt sagt: „Es gab auch Interessenten, die unser Heft weiterführen wollten. Subculture hat uns eine gewisse Summe dafür bezahlt, dass wir das Heft einstellen und nicht in andere Hände geben. Somit ist Subculture nun alleiniger Marktführer.“ Von einer feindlichen Übernahme will Schmidt jedoch nichts wissen. Im Gegenteil: Es ist angedacht, dass er in Zukunft selbst die Redaktion von Subculture verstärken wird.

Die Website nitebeat.de wird noch bis zum 30. Juni existieren, ab dem 1. Juli wird man auf subculture.de weitergeleitet. „Wir stellen auch unsere französische Ausgabe ein“, sagt Nitebeat-Redakteur Holger Probst. „Eventuell wird aber das Subculture-Team ab dem kommenden Winter ein französisches Heft produzieren.“



Probst, der die Freiburger Maria Bar betreibt, will als Partyorganisator weiterhin mit der Marke Nitebeat arbeiten: „Nitebeat-Veranstaltungen wie Big Bang oder Technomasters wird es auch in Zukunft geben.“ Außerdem ist Probst, der sich um die Nutzung des Jugendzentrums Z unterm Siegesdenkmal beworben hat, auf der Suche nach einem Ort in Freiburg, der für die Eröffnung eines Clubs geeignet sein könnte. Vor der Sommerpause will der Gemeinderat entscheiden, wer den Zuschlag fürs Z bekommt.

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