St. Peter: 100 Forellen verenden wegen Milch im Weiher

David Weigend

Ein Landwirt in Sankt Peter hat infolge eines Milchstreiks über mehrere Tage hinweg Milch in einen Entwässerungskanal gegossen. Er wollte die Milch so über ein Bachbett in die Glotter leiten. Das Vorhaben schlug fehl.



Gestern Nachmittag um kurz vor 16 Uhr sind Ermittler der Polizeidirektion Freiburg nach St. Peter an einen Fischweiher gerufen worden. Auf dem Fischweiher schwamm eine weißliche Fettschicht, mehrere Forellen waren verendet.


Die ersten Ermittlungen ergaben, dass ein benachbarter Landwirt infolge des Milchstreiks über mehrere Tage hinweg Milch in einen Entwässerungskanal gegossen hatte. Beabsichtigt war offensichtlich, die Milch über ein Bachbett in die talwärts fließende Glotter zu leiten.



Da ein Großteil der entsorgten Milch (alle zwei Tage zirka 400 Liter) in einen Fischteich floss, verendeten dort rund 100 ausgewachsene Forellen. Die Feuerwehr kam, um den Fischweiher zu reinigen. Der Landwirt muss deswegen mit einem Ermittlungsverfahren rechnen, wegen Gewässerverunreinigung und Sachbeschädigung.

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