Spylo sagt ab - Wölfe testen im Derby

Dirk Philippi

Der Eishockey-Zweitligist aus Freiburg wird ohne Adam Spylo in die kommende Spielzeit gehen, der Publikumsliebling sagte den Wölfen heute ab, weil er sich mit den Modalitäten des neuen Vertragsangebotes nicht einverstanden zeigte. Der aktuelle Kader der Wölfe bestreitet derweil am morgigen Samstag mit drei Probespielern um 18.30 Uhr in der heimischen Franz-Siegel-Halle sein erstes Testspiel im Derby gegen den Erzrivalen aus Schwenningen – mit verspäteter Aufstiegsparty.



Fakt ist: Adam Spylo hat das Vertragsangebot der Wölfe-GmbH heute endgültig abgelehnt. Offen bleiben ob der Vielzahl unterschiedlicher Aussagen dagegen die genauen Hintergründe der geplatzten Weiterverpflichtung. Spylo selbst war aktuell noch nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen, da er zu ärztlichen Untersuchungen in Los Angeles weilte.


Nach derzeitigem Stand der Dinge scheint lediglich über das erste und das letzte Puzzlestück der gescheiterten Verhandlungen Einigkeit zwischen den Wölfe-Äußerungen und denen aus dem Spylo-Umfeld zu herrschen: Zum einen wünschte sich Spylo einen früheren Kontakt seitens der Freiburger Clubführung, zum anderen war es letztlich die Vertragsdauer, die Spylo nicht schmeckte. So boten die Wölfe dem Deutschkanadier nur einen auf zwei Monate befristeten Kontrakt an, was Spylo gestern nun als primären Grund seiner Absage angab, wie auch GmbH-Sprecher Holger Döpke bestätigte.

Offensichtlich kollidierten bei den Verhandlungen zwei unterschiedliche Ansichten: Zum einen wollten die Wölfe einen über den Sommer fit trainierten Spylo (und nur einen solchen) zu einem möglichst günstigen Preis und inklusive vertraglich festgeschriebener Rückversicherungen, zum anderen sah sich Spylo in der Summe der Bedingungen nicht genügend wertgeschätzt. So jedenfalls rief Spylo heute seinen englischsprachigen Kontaktmann in Freiburg an und erklärte ihm seine Entscheidung, über die letzterer schließlich die Wölfe per SMS verständigte.

Derby gegen Schwenningen und Aufstiegsparty

Wenn die Wölfe nun am morgigen Samstag zum ersten Testspiel und Derby der Saison die Schwenniger Wild Wings aufs heimische Eis bitten, wird das Hauptaugenmerk von Trainer Peter Salmik nun neben den bereits verpflichteten Akteuren besonders auf den drei Probespielern Jochen Molling, Christian Mayr und Gert Acker liegen, die sich gerne noch in den Kader des Zweitligisten spielen würden.

Mögliche Erwartungen der Fans für das Wiedersehen mit dem langjährigen schwäbischen Erzrivalen weiß Salmik allerdings zu bremsen: „Wir haben in der ersten Woche viel an der Kondition, besonders der Ausdauer und Kraft gearbeitet, da dient das erste Spiel eher der Lockerung und Abwechslung. Die Spieler werden müde sein!“

Im Anschluss an die Partie werden die Wölfe dann noch die Aufstiegsfeier nachholen. Programmpunkte: Mannschaftsvorstellung, Sumo-Ringen mit den Wölfe-Cracks (!), Freibier und satte Rockmusik von der Gruppe „Bowel Function“.