Spielplatzstich: Es war der 14-jährige Freund

David Weigend

Die Stichattacke, bei der ein 12-Jähriger am Mittwoch auf dem Spielplatz in der Knopfhäuslesiedlung lebensgefährlich verletzt wurde, ist aufgeklärt. Der Messerstich wurde von dem 14-jährigen Freund des Verletzten ausgeführt.

Er hat glaubhaft angegeben, im Rahmen einer "spielerischen Auseinandersetzung" mit seinem Klappmesser unbeabsichtigt seinem Freund die schwere Bauchverletzung zugefügt zu haben.


Vorausgegangen wäre eine Bubelei. Der Streit hätte keinerlei ernsthaften Hintergrund gehabt. Aus Furcht, so der Jugendliche, hätte er anfangs versucht, die Polizei auf eine falsche Fährte zu führen.

Das Lügengebilde des 14-Jährigen war zusammengebrochen, nachdem er am Donnerstagabend nochmals eingehend von der Kriminalpolizei vernommen wurde. Der Jugendliche führte nach seinem Geständnis die Ermittler auch zu dem Klappmesser, welches er nach dem Stich weggeworfen hatte. Seine Beichte wird von einem weiteren 14-jährigen Jungen gestützt, der bei der unbeabsichtigten Körperverletzung zugegen war und der anfangs wahrheitswidrig angegeben hatte, den „unbekannten Täter“ nur flüchten gesehen zu haben.

Dem 12-jährigen Opfer geht es inzwischen besser. Der Junge konnte gestern aber noch nicht vernommen werden.

Die beiden an der Tat beteiligten 14-Jährigen waren zuvor bei der Polizei noch nicht in Erscheinung getreten.

Bei der Polizeidirektion Freiburg hat man mit Hochdruck an der Aufklärung dieses Deliktes gearbeitet. Da ursprünglich Hinweise vorlagen, dass der vermeintliche Täter der Wohnsitzlosenszene angehören könnte, wurden rund 15 Personen einer eingehenden Überprüfung unterzogen.