Spielkartenspiel: Botsch-Turnier am Droste-Hülshoff-Gymnasium

Selina Haberstroh & Frederik Baumann

In der Aula des Droste-Hülshoff-Gymnasiums sind heute Fußballkarten auf dem Boden rumgeflogen. Dieses ungewöhnliche Spiel nennt sich Botsch. Was es damit auf sich hat, erklären euch Selina und Frederik (mit Video)



Vielleicht ist es ein verspäteter Aprilscherz, vielleicht ist das Botschen aber auch ein ungewöhnlicher neuer Spieltrend, der sich an Schulen etabliert. Dabei treten Sammler und Fans von Fußballkarten jeweils mit zwei solcher Spielkarten gegeneinander an. Das Ziel des Spiels ist simpel: Es geht darum, beide Spielkarten auf die Rückseite zu befördern.


Wie sie das machen - dafür gibt es unterschiedliche Methoden: Die erste Variante ist Pusten. Die zweite und weitaus häufiger verwendete ist Klatschen. Dazu spreizen die Kinder ihre Hände und ziehen ihren Pulli drüber, um mit möglichst großer Fläche einen starken Luftstoß zu erzeugen. Dieser soll dann die Karten um 180° drehen.



"Die vielen Jungs versperren die Gänge zu den Klassenzimmern mit ihren Karten. Da kam uns die Idee, ein ganzes Turnier für die Unterstufenschüler zu organisieren", sagt Anna, Zehntklässlerin am Droste-Hülshoff-Gymnasium. Sie und vier Freundinnen richteten heute das Botschturnier in der Aula der Schule aus.



Bevor's aber losging, setzte das Organisationsteam noch die Regeln fest und erklärte den 16 Jungs, dass das Turnier nach dem K.o.-System ablaufen solle. Die Gegner der ersten Runden wurden festgelegt, dann wurde um die Wette gepustet und geklatscht. Die besten drei konnten Kinofreikarten gewinnen.  Für die anderen Spieler gab's immerhin Trostpreise.

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Video: Botschen (0:56 Min)