So erkennst Du jeden Fahrkartenkontrolleur der VAG

Felix Klingel

Die Fahrscheine bitte! Einige Male hat unser Autor diesen Satz schon gehört und schon vorher gewusst: Gleich geht es los. Die Kontrolleure sind viel zu auffällig-unauffällig unterwegs. Ein Style-Check: So sieht der typische Fahrkartenkontrolleur der VAG aus.

Die Umhängetasche

So ein Datenerfassungsgerät ist ein ganz schön dicker Klotz. Da die Kontrolleure das Gerät immer mit sich führen, kommt es meistens in eine riesige Umhängetasche. Freiwillig schleppt so eine Tasche sonst kaum jemand mit sich rum.

Das Rudel

Alte Schwarzfahrer-Weisheit: Ein Kontrolleur kommt selten alleine. Oft steigen drei oder vier Kontrolleure gleichzeitig ein, meist an verschiedenen Türen. Leicht zu erkennen ist das Rudel an den suchenden Blicken zu den Kollegen, wann es denn losgehen soll mit "Die Fahrscheine bitte".

Die Kleidung

Nur noch sehr selten sind in Freiburg Kontrolleure mit Uniform oder einheitlichen Warnwesten unterwegs. Man kleidet sich zivil. Das heißt: Im Winter gerne Funktionsjacke, Jeans und klobige Schuhe. Im Sommer ein Kurzarmhemd (gerne mit senkrechten Streifen), stilsicher kombiniert mit: Jeans und klobigen Schuhen. Ab und zu auch Turnschuhe – es soll ja Situationen geben in dem Job, bei denen es um Schnelligkeit geht.

Das Verhalten

Selten starren Kontrolleure selbstvergessen in ihr Handy, spielen Candy Crush, hören Death-Metal, lesen Zeitung, dösen an der Fensterscheibe … kurzum: sie tun nicht das, was alle anderen Fahrgäste heutzutage so tun.

Wer übrigens denkt, bei den besonders hibbeligen Zeitgenossen, die sich im Bereich der Tür rumdrücken, handle es sich um Kontrolleure, liegt falsch. Das sind die ohne Fahrkarte.

Der Kleinstadtfaktor

So groß ist Freiburg nicht – Vielfahrer und Regiokarten-Fetischisten fragen die Kontrolleure schon, wie es den Kindern geht oder gratulieren zur neuen Frisur. Na gut, das ist übertrieben, aber das ein oder andere Gesicht kennt man in Freiburg eben schon.
Diese Zusammenstellung soll keinesfalls zum Schwarzfahren animieren! Stattdessen könnt ihr euch die Fahrzeit mit Detektiv-Spielen verkürzen: Ist das einer? Oder der? Und seid nett zu den Kontrolleuren. Sie haben einen harten Job.

Nochmal als Erinnerung: Schwarzfahren ist eine Straftat, das Erschleichen von Leistungen kann mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden. Das betrifft vor allem Wiederholungstäter, die schon mehrfach das erhöhte Beförderungsentgelt bezahlt haben.

Die VAG hat im Jahr 2016 ungefähr 0,8 Prozent ihrer Fahrgäste kontrolliert – das sind 639.000 Personen. Davon waren 12.700 ohne Fahrschein oder mit dem falschen unterwegs. Der komplette Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) schätzt, dass durch Schwarzfahren 1,4 Millionen Euro an Fahrgeldeinnahmen fehlen. Im Gegenzug hat der RVF vergangenes Jahr knapp 460.000 Euro durch das erhöhte Beförderungsentgelt eingenommen.

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