Security-Casting für van der Vaart

Adrian Hoffmann

Wenn die holländischen Nationalspieler ihr Hotel in Hinterzarten beziehen und beim SC Freiburg trainieren, schafft das viele neue Jobs. In der Agentur für Arbeit in der Lehener Straße fand heute eine Veranstaltung des Sicherheit-Unternehmens Securitas statt, das zusätzliche Mitarbeiter sucht, um den Aufenthaltsort der Mannschaft im Auftrag der Fifa weiträumig zu sichern. Wir waren dabei und haben mit zwei Studentinnen gesprochen, die unbedingt auf die Holländer aufpassen wollen.





Sandra Mischler (links), 23, studiert Grundschullehramt, und Friederike Siess, 24, studiert Europalehramt, hätten gerne einen netten Nebenjob. Und plötzlich rief da diese Frau von der Agentur für Arbeit bei ihnen an und lud sie ein. Sicherheitsdienst während der Weltmeisterschaft, und das als Frauen? Die beiden waren sich irgendwie unschlüssig, aber äußerst neugierig. Und jetzt wollen sie ihn haben, den Job. Deshalb haben sie heute den Bewerbungsbogen ausgefüllt und sich dem Verantwortlichen vorgestellt. Ein Interview:


Warum wollt ihr auf die Holländer aufpassen?

Sandra: Sie sind halt die einzigen Nationalspieler, die hier sind.

Was würde euch an diesem Job gefallen?

Friederike: Ich glaube, es gibt viel Abwechslung.

Sandra:
Es hört sich so an, als würde es Spaß machen.

Friederike:
(lacht) Ja, es hört sich nach Körperkontakt an.

Habt ihr keine Angst vor schnaubenden Holligans?

Friederike: Wir würden natürlich schnell die Polizei rufen und um Hilfe bitten. Die sind ja da auch überall.

Und so aus Frauensicht: Habt ihr nicht die Befürchtung, euch im Extremfall nicht gegen gewalttätige Fans wehren zu können?

Sandra: Der Herr von Securitas hat gemeint, er könne sich Frauen gut vorstellen. Zitat: "Frauen wirken deeskaliernd." Ich glaube, da ist was dran.

Friederike:
Es geht ja auch darum, bestimmt, aber nicht provozierend zu wirken.