Sea of Love: Polizei befürchtet neues Chaos

Joachim Röderer & Alexandra Sillgitt

Zwar lief am Samstagnachmittag am Tunisee soweit alles nach Plan, doch braut sich auf der Messe neuer Ärger zusammen. Das Problem: Auf der Sea of Love am Tunisee tummeln sich derzeit rund 25.000 Menschen. Berechtigten Zugang zur Sea of Love @ Night in der Messe erhalten die Besucher nur, wenn sie im Besitz einer "Garantiekarte" sind.



13.700 Menschen passen in die Rothaus-Arena und die zusätzliche angemietete Messehalle 3. Laut einem Gutachten, ist diese Zahl die absolute Obergrenze, sagt Christian Steiger von der Messe Freiburg GmbH. Man habe dies dem Veranstalter klar und deutlich gesagt.


Auf der Sea of Love am Tunisee tummeln sich derzeit rund 25.000 Menschen. Sie sind entweder mit einem VIP-, einem Festival- oder Tagesticket unterwegs. Diese drei berechtigen allerdings nicht zum Einlass bei der "Sea of Love @night" auf dem Messegelände. Wer dorthin möchte, muss eine separate Garantiekarte für 3,50 Euro kaufen. Alle anderen kommen nur rein, wenn noch Platz frei ist, oder andere Besucher die Veranstaltung verlassen haben.

Auf der Homepage des Veranstalters ist dies, zumindest was die VIP- und Festival-Tickets anbelangt, nicht eindeutig klar gemacht. "Wir wissen nicht, ob den Besuchern der Unterschied klar ist", so Polizeisprecher Schmid. Den Tag über soll am Tunisee mit Durchsagen auf das Problem aufmerksam gemacht werden, denn nur die wenigsten wissen überhaupt davon. Bislang gab es nur einen Hinweis auf der LED-Wand an das feiernde Partyvolk.

Die Polizei befürchtet, dass es am Samstagabend zu ähnlichen, wenn noch nicht größeren, chaotischen Zuständen auf der Messe kommen wird. Sie rät daher dringend davon ab, auf die Messe zu kommen, ohne eine Garantiekarte zu haben.

Am Samstagnachmittag lief am Tunisee beim 10. Sea of Love alles soweit rund. Bei der Anfahrt habe es ein wenig gestockt, berichten Besucher. Aber die Stimmung sei derzeit locker und ausgelassen.

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[Foto © Julia Schinzig]